BARETT passt! Basisschnittmuster

gp2hdbarett

Schnittmuster Anleitung: Variantenreiches PASST! Basis-Schnittmuster BARETT. Erstellbar sind unterschiedlichste Kopfbedeckungen, die aus den Teilen Deckel, Boden und Sockel bestehen; darunter Militär-Barett, Baskenmützen, mittelalterliche und Renaissance-Mützen, Kochmützen oder Doktor-Hüte. Einstellbar sind Deckelgrößen, jeweils für zwei Seiten unterschiedlich einstellbare Deckelformen und -längen, Bodenhöhe und Raffung des Bodens, die Sockelhöhe und die Größe der Kopföffnung relativ zum Kopfumfang. Kreativität willkommen!

Bestell-Adresse dieses Schnittmusters: GP2HDBARETT

Tags: Barett, Baskenmütze, Mittelalter-Mütze, Kochmütze, Doktorhut

Das BARETT (auch Béret, Baskenmütze) ist eine Kopfbedeckung; eine Mütze unterschiedlicher Form, aber typischer dreiteiliger Schnittführung. Beim Wort an sich vermutet man keltisch/lateinischen Ursprung, die Form der Kopfbedeckung kam im Spät-Mittelalter in Mode und ist seither in verschiedenen Ausprägungen immer wieder verbreitet.

Das Schnittmuster BARETT ist besonders flexibel mit vielen frei kombinierbaren Parametern einstellbar. Variabel sind:

  • Deckelgröße: Kopfgröße, 1.2x Kopf, 1.5x Kopf, 2x Kopf, 3x Kopf
  • Deckelform vorn: Kreis, Ellipse, Abgerundet, Spitz, Quadrat
  • Deckelform hinten: Kreis, Ellipse, Abgerundet, Spitz, Quadrat
  • Deckelstreckung vorn: unverändert 1.0, 1.2x, 1.5x, 2x, 3x
  • Deckelstreckung hinten: unverändert 1.0, 1.2x, 1.5x, 2x, 3x
  • Boden: Flach 1.0x, Gewölbt 1.2x, Hoch 1.5x, Sehr hoch 2.0x
  • Raffung: Ohne, Wenig +10%, Mittel +50%, Stark +100%
  • Sockelbreite: Saumband, Schmal 5% Kopfumfang, Breit 10%, Hoch 15%, Sehr hoch 25%
  • Öffnung: Kopfumfang, 0.9x Kopf, 0.8x Kopf, 0.7x Kopf, 0.5x Kopf

Achtung: Für eine größtmögliche Flexibilität auch für außergewöhnliche Kreationen werden alle eingestellten Varianten bestmöglich in ein Schnittmuster umgesetzt. Dies kann bei einigen extremen Kombinationen zu nicht plausiblen Schnittteilen führen. Bitte prüfen Sie dieses Schnittmuster vor dem Zuschnitt besonders auf die gewünschte Form und heften Sie bei Zweifeln ein Musterstück aus Billigmaterial.

Die Schnittmuster-Skizzen zeigen die Proportionen des Baretts in der eingestellten Variante. Das konkrete Aussehen hängt aber maßgeblich vom verwendeten Material ab, speziell der Steifheit der einzelnen Teile.


Allgemeine Hinweise zum Schnittmuster

Ausdruck

Maßstabgerechter Ausdruck: Beachten Sie in Ihrem PDF-Viewer die Einstellung TATSÄCHLICHE GRÖSSE und überprüfen Sie die Maße des Testquadrats auf der ersten Schnittmuster-Seite (die Bezeichnung der Einstellung und das Aussehen der Druckmaske kann je nach Programm-Version des PDF-Viewers unterschiedlich sein).

Sie können das Schnittmuster auf jedem handelsüblichen Drucker ausgeben. Farbig ist übersichtlicher, es gehen aber auch S/W-Drucker. Typischerweise verwenden Sie Ihren DIN A4 Drucker zu Hause, es können aber auch größere Formate bis zu DIN A0 oder US-amerikanische Papierformate gewählt werden.

Bei großen Schnittmustern können Sie Papier sparen, in dem Sie nur die gewünschten Seiten ausdrucken, z.B. bei verschiedenen Rocklängen.

Auch die Vorspannseiten (Titelblatt, Schnittübersicht, Anleitung) brauchen Sie nicht unbedingt ausdrucken.

Schnittmuster Vorbereitung

Bitte messen Sie nach dem Ausdruck zuerst das Kontrollquadrat 10x10 cm auf der ersten Schnittmuster-Seite nach. Dies stellt sicher, das Ihr PDF-Viewer die Seiten nicht soch versehentlich verkleinert hat.

Die Schnittmuster-Übersischt zeigt, wie die einzelnen Seiten zusammengeklebt werden. Alle Seiten sind rechts unten entsprechend nummeriert.

Die Seiten passen an der umlaufenden, hellgrau gepunkteten Klebelinie genau zusammen.

Für das Zusammenkleben der Seiten schneiden Sie am besten den rechten und den unteren Rand der Seiten an der Klebelinie ab.

Sie können dies mit der Schere tun; viel schneller und genauer geht es natürlich mit einem Papierschneider - falls Sie öfter nähen, lohnt sich die Anschaffung.

Die Seiten werden jetzt wie auf der Schnittübersicht gezeigt zusammengeklebt; erst die Reihen und dann die einzelnen Reihen untereinander.

Sie können Papierkleber verwenden (dies tut unser Team) oder auch transparentes Klebeband (Tipp vieler KundInnen).

Sie brauchen es nicht zu übertreiben mit der Genauigkeit: Kleinere Versätze beim Kleben sind normal und werden beim Materialzuschnitt und beim Nähen allemal ausgeglichen.

Die einzelnen Schnittmusterteile können jetzt ausgeschnitten werden.

Das Schnittmuster beinhaltet keine Naht- oder Saumzugaben. Bitte zugeben. Dies können Sie je nach Ihrer persönlichen Vorliebe entweder auf dem Stoff beim Zuschnitt tun (so wird es bei den Anleitungs-Fotos gehalten) oder auch bereits am Papierschnitt vor dem Ausschneiden.

Vor dem Zuschnitt

Der Stoffbedarf kann aufgrund der vielen möglichen Größen und der unterschiedlichen Anforderungen der Materialien nicht sinnvoll genannt werden. Bitte legen Sie die fertigen Papierschnittteile am Boden aus wie auf der Stoffbahn und ermitteln so den Stoffbedarf der verschiedenen Materialien.

Das Schnittmuster enthält alle formgebenden Teile mit Beschriftung der erforderlichen Anzahl beim Zuschnitt. Falls auf einzelnen Schnittteilen kein Fadenlauf aufgedruckt ist, verläuft er in Druckrichtung von oben nach unten.

Je nach Material und Ausführungswunsch können zusätzlich Verstärkung, Fütterung, Belege, Verschlüsse, Schrägbänder und Dekoration erforderlich sein.

Viel Spaß beim Selberschneidern!

Selberschneidern erfordert je nach dem erwünschten Stück mehr oder weniger Übung und Erfahrung. Gerade bei neuen Schnittmustern immer empfohlen ist die Erstellung eines Musterstückes aus Billig-Material, um Missverständnisse auszuschliessen und gewünschte Änderungen bereits am Papierschnitt vornehmen zu können.

Aber auch Anfänger werden mit etwas Geduld und einem guten Buch der Grundtechniken oder einem Nähkurs erfolgreich sein.


Material und Zuschnitt

Nicht nur die Form-Varianten haben einen Einfluss auf die Erscheinung der fertigen Kopfbedeckung, sondern insbesondere auch das verwendete Material.

Ein Barett kann aus Strickmaterial hergestellt sein, aber typisch aus nicht dehnbaren, verschiedensten Stoffen wie Wolle / Loden oder Samt, aber auch in Baumwolle oder besonders wirkend in Leder oder edel in Seide.

Meist wird das Barett einlagig aus dem Obermaterial gearbeitet. Bei manchen Obermaterialien kann eine Fütterung sinnvoll sein. Für ein spezielles Erscheinungsbild dient eine Verstärkung von Deckel oder Sockel.

Je nach Anwendungszweck und Zeitalter kann das Barett verziert sein; eine einfachen Quaste wie bei der Baskenmütze oder in anderer Form beim Doktorhut, ein Emblem wie im militärischen oder akademischen Bereich, oder gar Bänder, Borten oder Federn wie in vergangenen Jahrhunderten üblich.

Prüfen Sie vor dem Zuschnitt das Schnittmuster, auch im Hinblick auf das gewählte Material, auf die gewünschte Form und den Sitz am Kopf.

Auf jedem Schnittteil ist die Anzahl der Zuschnitte und ein empfohlener Fadenlauf vermerkt. Vom Fadenlauf kann je nach Material oder gewünschter Wirkung, z.B. bei Mustern, abgewichen werden.


Nähen

Bei gewünschten Verzierungen planen, an welchem Arbeitsgang sich eine Anbringung anbietet.

Alle zu verstärkenden Teile entsprechend vorbearbeiten (Aufbügeln von Vlies oder Bundeinlage, aufnähen von Schabrackeneinlage).

Die Boden-Teile zusammennähen und schließen. Die Nähte anschliessen flachbügeln.

Deckel und Boden umlaufend rechts auf rechts zusammennähen.

An Rundungen die Nahtzugabe anschliessend einschneiden.

Den Sockel rechts auf recht zu einem Ring nähen und im Bruch auf die endgültige, halbe Sockelhöhe falten.

Bei einer gewählten Bodenraffung den Boden umlaufend auf den Sockelumfang einhalten oder falten.

Den Sockel rechts auf rechts in den Boden einnähen.

Die gesamte Kopfbedeckung wenden.

Fertig.

 

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