KLEID PRINZESSTEILUNG passt! Basisschnittmuster

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Schnittmuster Anleitung: Das Basisschnittmuster KLEID PRINZESSKLEIDUNG für passt! ermöglicht mit seiner Schnittführung - der durchgängigen Teilungslinie von der Schulter über die Brustmitte zum Saum - eine sehr homogene Anpassung an die persönliche Figur und an viele Passformen - von der eng anliegenden Stretch-Version bis zum gerade fallenden, weiten Modell. Über 5000 Varianten aus kombinierbarer Passform, verschiedenen Halsausschnitten und Ärmelformen, Lage des Verschlusses sowie vielfältige Rocklängen und -weiten erfüllen Kleiderwünsche für jeden Anlass.

Bestell-Adresse dieses Schnittmusters: GP2KLEIDV2


Allgemeine Hinweise zum Schnittmuster

Ausdruck

Maßstabgerechter Ausdruck: Beachten Sie in Ihrem PDF-Viewer die Einstellung TATSÄCHLICHE GRÖSSE und überprüfen Sie die Maße des Testquadrats auf der ersten Schnittmuster-Seite (die Bezeichnung der Einstellung und das Aussehen der Druckmaske kann je nach Programm-Version des PDF-Viewers unterschiedlich sein).

Sie können das Schnittmuster auf jedem handelsüblichen Drucker ausgeben. Farbig ist übersichtlicher, es gehen aber auch S/W-Drucker. Typischerweise verwenden Sie Ihren DIN A4 Drucker zu Hause, es können aber auch größere Formate bis zu DIN A0 oder US-amerikanische Papierformate gewählt werden.

Bei großen Schnittmustern können Sie Papier sparen, in dem Sie nur die gewünschten Seiten ausdrucken, z.B. bei verschiedenen Rocklängen.

Auch die Vorspannseiten (Titelblatt, Schnittübersicht, Anleitung) brauchen Sie nicht unbedingt ausdrucken.

Schnittmuster Vorbereitung

Bitte messen Sie nach dem Ausdruck zuerst das Kontrollquadrat 10x10 cm auf der ersten Schnittmuster-Seite nach. Dies stellt sicher, das Ihr PDF-Viewer die Seiten nicht soch versehentlich verkleinert hat.

Die Schnittmuster-Übersischt zeigt, wie die einzelnen Seiten zusammengeklebt werden. Alle Seiten sind rechts unten entsprechend nummeriert.

Die Seiten passen an der umlaufenden, hellgrau gepunkteten Klebelinie genau zusammen.

Für das Zusammenkleben der Seiten schneiden Sie am besten den rechten und den unteren Rand der Seiten an der Klebelinie ab.

Sie können dies mit der Schere tun; viel schneller und genauer geht es natürlich mit einem Papierschneider - falls Sie öfter nähen, lohnt sich die Anschaffung.

Die Seiten werden jetzt wie auf der Schnittübersicht gezeigt zusammengeklebt; erst die Reihen und dann die einzelnen Reihen untereinander.

Sie können Papierkleber verwenden (dies tut unser Team) oder auch transparentes Klebeband (Tipp vieler KundInnen).

Sie brauchen es nicht zu übertreiben mit der Genauigkeit: Kleinere Versätze beim Kleben sind normal und werden beim Materialzuschnitt und beim Nähen allemal ausgeglichen.

Die einzelnen Schnittmusterteile können jetzt ausgeschnitten werden.

Das Schnittmuster beinhaltet keine Naht- oder Saumzugaben. Bitte zugeben. Dies können Sie je nach Ihrer persönlichen Vorliebe entweder auf dem Stoff beim Zuschnitt tun (so wird es bei den Anleitungs-Fotos gehalten) oder auch bereits am Papierschnitt vor dem Ausschneiden.

Vor dem Zuschnitt

Der Stoffbedarf kann aufgrund der vielen möglichen Größen und der unterschiedlichen Anforderungen der Materialien nicht sinnvoll genannt werden. Bitte legen Sie die fertigen Papierschnittteile am Boden aus wie auf der Stoffbahn und ermitteln so den Stoffbedarf der verschiedenen Materialien.

Das Schnittmuster enthält alle formgebenden Teile mit Beschriftung der erforderlichen Anzahl beim Zuschnitt. Falls auf einzelnen Schnittteilen kein Fadenlauf aufgedruckt ist, verläuft er in Druckrichtung von oben nach unten.

Je nach Material und Ausführungswunsch können zusätzlich Verstärkung, Fütterung, Belege, Verschlüsse, Schrägbänder und Dekoration erforderlich sein.

Viel Spaß beim Selberschneidern!

Selberschneidern erfordert je nach dem erwünschten Stück mehr oder weniger Übung und Erfahrung. Gerade bei neuen Schnittmustern immer empfohlen ist die Erstellung eines Musterstückes aus Billig-Material, um Missverständnisse auszuschliessen und gewünschte Änderungen bereits am Papierschnitt vornehmen zu können.

Aber auch Anfänger werden mit etwas Geduld und einem guten Buch der Grundtechniken oder einem Nähkurs erfolgreich sein.


Material

Je nach gewünschtem Einsatzzweck des Kleides eignet sich als Obermaterial wirklich fast alle denkbaren Materialien, die nicht zu steif sind um einen eleganten freien Fall des Rockes zu ermöglichen. Hier einige Anregungen:

Natürlich wirken Leinen und Baumwoll-Stoffe, einfarbig oder gemustert. Es darf auch leichter Baumwoll-Jeans sein.

Weich fließende, angenehm anzugreifende Viskose-Stoffe in schöner Farbe und frecher Musterung sind die Empfehlung für einen fantastischen Sommertag.

Wollkleider wirken edel und können angenehm warm sein. Wen es kratzt - gut füttern.

Samt kann gewählt werden für elegante Modelle oder für historische Anspielungen: dieser Grundschnitt ist - bodenlang mit Schleppe, weiter Ausschnitt - praktisch ohne Änderungen seit dem 15. Jahrhundert gängig.

Warum versuchen Sie nicht einmal ein Seiden-Nachtkleid nach diesem Schnitt zu arbeiten? Ein Kleid aus reiner Seide muss aber nicht immer glatt und glänzend wirken.

Für Party und Ball sind eine Vielzahl außergewöhnlicher Materialien verfügbar, oft sogar erfreulich bezahlbar - wie der Paillettenstoff des Musterstücks.

Besondere Anlässe erfordern spezielle Materialien in speziellen Ecken größerer Stoffgeschäfte. Für ein Konfirmations-/Kommunionskleid oder für ein Hochzeitskleid beispielsweise finden Sie hier einfach traumhafte Gewebe.

Erfahrenere mögen sich an (Kunst-)Leder wagen.

Und wer sich vielleicht schon immer einmal etwas aus Latex zusammenkleben wollte - nur zu.

Belege / Futter:

Bei vielen Materialien wie Leinen, Baumwolle oder Viskose reicht es in der Regel, den im Schnittmuster enthaltenen Beleg einfach aus dem Obermaterial zu arbeiten.

Materialien, die entweder nicht angenehm auf der Haut sind (oft z.B. bei Wolle), beim Tragen "wandern" oder sich in Unterwäsche verhaken könnten, sollten Sie den Beleg aus Futterstoff ausführen oder gar das gesamte Kleid füttern (den Beleg in voller Länge zuschneiden und nicht nur zur gestrichelten Linie).

Ebenfalls ein langer Futterstoff oder ein extra Unterrock ist angesagt, wenn Ihnen das Material im Gegenlicht zu transparent erscheint.

Sonstiges Zubehör:

Beim Stoffkauf das passende Garn nicht vergessen.

Je nach Verschlusswunsch das entsprechende Zubehör besorgen. Oftmals wird sich beim Kleid ein nahtverdeckter Reißverschluss am Rücken anbieten. Ein kleiner Haken am Halsausschnitt über dem Reißverschluss sichert gegen Ausreißen und unbeabsichtigte Eigenöffnung.


Zuschnitt und Nähen

1. Für den Zuschnitt ist die jeweils erforderliche Anzahl jedes Teils ist auf den Schnittteilen vermerkt; zusätzlich werden die markierten Belege / das Futter zugeschnitten.

2. Als erstes ist es empfehlenswert, alle Kleid-Bahnen an den Seitennähten zusammenzuheften. Damit können Sie das Kleid bereits nach wenigen Minuten des Nähens das erste Mal anprobieren.

3. Stecken Sie die Schulternähte und den noch offenen Verschluss zusammen. Sie können jetzt leicht die Passform optimieren: Stimmt der Schulterwinkel? Fällt der Rumpf faltenfrei? Liegen Hals- und Armausschnitt an? Änderungen können Sie einfach durch abstecken markieren, größere Änderungen am besten neu heften und nochmals anprobieren.

4. Alle Seitennähte können jetzt rechts auf rechts genäht werden. Auf Wunsch die Nähte absteppen. Die Schulternähte bleiben noch offen.

5. Ebenso die Beleg-/Futterstücke an den Seitennähten zusammennähen.

6. Den Beleg jetzt rechts auf rechts am Halsausschnitt umlaufend aufnähen. Am Verschluss noch offen lassen. Bei einem Modell ohne Ärmel den Beleg auch an den Armausschnitten umlaufend rechts auf rechts aufnähen, bei Ärmelmodellen offen lassen. Den Beleg nach innen wenden, flachbügeln.

7. Die Schulternähte rechts auf rechts schließen. Bei ärmellosen Varianten mit bereits angenähtem Beleg wird sich nur die Schulternaht des Oberstoffs maschinell nähen lassen, die Belegnaht wird später per Hand mit einigen Stichen geschlossen.

8. Die Seitennaht der Ärmel heften.

9. Bei dem gerafften Ärmel vorher in der Schulterkugel Raff-Fäden einziehen und grob zum richtigen Umfang vor-raffen.

10. Zum Einsetzen des Ärmels das Kleiderrudiment wieder anprobieren und den Verschluss zusammenstecken. Jetzt die Ärmel in den Armausschnitt anstecken. Durch leichte Drehung und Winkelveränderung kann ungewünschter Faltenwurf am Ärmel je nach gewünschter Armhaltung vermieden werden. Die Ärmel können jetzt rechts auf rechts eingenäht werden. Unbedingt den Ärmel rechts auf rechts mit sehr vielen Stecknadeln umlaufend fixieren oder noch besser per Hand vorher anheften. Die Armkugel ist immer ein klein wenig größer als das Armloch (beim Raffärmel natürlich mehr). Diese Überlänge in der oberen Hälfte des Ärmels (vor und hinter der Schulter) durch leichtes Einhalten einarbeiten. Die Ärmel-Seitennaht endgültig schließen. Die Ärmel wenden.

11. Hinweis für sehr kleine Ausführungen (z.B. Kleinkinder wie in diesem gelben Beispiel oder auch Puppen): Ab einer gewissen Größe (besser Kleine) des Armlochs ist ein zumindest maschinelles Einnähen wie beschrieben und auch ein späteres Säumen des Ärmels nicht mehr möglich. In diesem Fall die Seitennaht des Kleides und die Seitennaht des Ärmels offen lassen, die Ärmel in ausgebreitetem Zustand rechts auf rechts in die jetzt unten offenen Armausschnitte nähen, die Ärmel jetzt schon säumen und dann die Ärmelseitennaht über den Verbindungspunkt an der Achsel weiter die Seitennaht des Kleides hinab bis zum Saum in einem Rusch zusammennähen.

12. Den Verschluss arbeiten. Details zu verschiedenen Verschlüssen finden Sie im entsprechenden Buchkapitel. Den hinteren Reißverschluss als häufige Variante in den hinten noch offenen Schlitz einsetzen, den Oberstoff neben den Zähnchen nach innen schlagen, den Belegstoff innen genauso, mit vielen Stecknadeln fixieren oder besser per Hand einheften. Dann kann der Reißverschluss mit dem speziellen Fuß der Nähmaschine der schön gleichmäßig dicht an der Zahnreihe entlang gleitet - eingenäht werden. Den Haken oben per Hand annähen.

13. Auf Wunsch können jetzt der Halsausschnitt und der Verschluss sowie bei Modellen mit ohne Ärmel der Armausschnitt umlaufend abgesteppt werden.

14. Das Kleid ein letztes Mal anprobieren. Den Rocksaum und die Ärmelsäume in der genauen gewünschten Länge abstecken.

15. Die Säume arbeiten.

Fertig!

 

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