HENNIN / BURGUNDERHAUBE Mittelalter um 1400

hfx1400hennin

Schnittmuster Anleitung: Obwohl nur den begrenzten Zeitraum vom späten 14. Jahrhundert bis Ende des 15. Jahrhunderts und nur regional (speziell im Burgund) in Mode, wird der Hennin (auch Spitzhaube oder Burgunderhaube genannt) heute vielfach als die typische mittelalterliche Kopfbedeckung vornehmer, höfischer Damen angesehen.

Bestell-Adresse dieses Schnittmusters: HFX1400HENNIN


Allgemeine Hinweise zum Schnittmuster

Ausdruck

Maßstabgerechter Ausdruck: Beachten Sie in Ihrem PDF-Viewer die Einstellung TATSÄCHLICHE GRÖSSE und überprüfen Sie die Maße des Testquadrats auf der ersten Schnittmuster-Seite (die Bezeichnung der Einstellung und das Aussehen der Druckmaske kann je nach Programm-Version des PDF-Viewers unterschiedlich sein).

Sie können das Schnittmuster auf jedem handelsüblichen Drucker ausgeben. Farbig ist übersichtlicher, es gehen aber auch S/W-Drucker. Typischerweise verwenden Sie Ihren DIN A4 Drucker zu Hause, es können aber auch größere Formate bis zu DIN A0 oder US-amerikanische Papierformate gewählt werden.

Bei großen Schnittmustern können Sie Papier sparen, in dem Sie nur die gewünschten Seiten ausdrucken, z.B. bei verschiedenen Rocklängen.

Auch die Vorspannseiten (Titelblatt, Schnittübersicht, Anleitung) brauchen Sie nicht unbedingt ausdrucken.

Schnittmuster Vorbereitung

Bitte messen Sie nach dem Ausdruck zuerst das Kontrollquadrat 10x10 cm auf der ersten Schnittmuster-Seite nach. Dies stellt sicher, das Ihr PDF-Viewer die Seiten nicht soch versehentlich verkleinert hat.

Die Schnittmuster-Übersischt zeigt, wie die einzelnen Seiten zusammengeklebt werden. Alle Seiten sind rechts unten entsprechend nummeriert.

Die Seiten passen an der umlaufenden, hellgrau gepunkteten Klebelinie genau zusammen.

Für das Zusammenkleben der Seiten schneiden Sie am besten den rechten und den unteren Rand der Seiten an der Klebelinie ab.

Sie können dies mit der Schere tun; viel schneller und genauer geht es natürlich mit einem Papierschneider - falls Sie öfter nähen, lohnt sich die Anschaffung.

Die Seiten werden jetzt wie auf der Schnittübersicht gezeigt zusammengeklebt; erst die Reihen und dann die einzelnen Reihen untereinander.

Sie können Papierkleber verwenden (dies tut unser Team) oder auch transparentes Klebeband (Tipp vieler KundInnen).

Sie brauchen es nicht zu übertreiben mit der Genauigkeit: Kleinere Versätze beim Kleben sind normal und werden beim Materialzuschnitt und beim Nähen allemal ausgeglichen.

Die einzelnen Schnittmusterteile können jetzt ausgeschnitten werden.

Das Schnittmuster beinhaltet keine Naht- oder Saumzugaben. Bitte zugeben. Dies können Sie je nach Ihrer persönlichen Vorliebe entweder auf dem Stoff beim Zuschnitt tun (so wird es bei den Anleitungs-Fotos gehalten) oder auch bereits am Papierschnitt vor dem Ausschneiden.

Vor dem Zuschnitt

Der Stoffbedarf kann aufgrund der vielen möglichen Größen und der unterschiedlichen Anforderungen der Materialien nicht sinnvoll genannt werden. Bitte legen Sie die fertigen Papierschnittteile am Boden aus wie auf der Stoffbahn und ermitteln so den Stoffbedarf der verschiedenen Materialien.

Das Schnittmuster enthält alle formgebenden Teile mit Beschriftung der erforderlichen Anzahl beim Zuschnitt. Falls auf einzelnen Schnittteilen kein Fadenlauf aufgedruckt ist, verläuft er in Druckrichtung von oben nach unten.

Je nach Material und Ausführungswunsch können zusätzlich Verstärkung, Fütterung, Belege, Verschlüsse, Schrägbänder und Dekoration erforderlich sein.

Viel Spaß beim Selberschneidern!

Selberschneidern erfordert je nach dem erwünschten Stück mehr oder weniger Übung und Erfahrung. Gerade bei neuen Schnittmustern immer empfohlen ist die Erstellung eines Musterstückes aus Billig-Material, um Missverständnisse auszuschliessen und gewünschte Änderungen bereits am Papierschnitt vornehmen zu können.

Aber auch Anfänger werden mit etwas Geduld und einem guten Buch der Grundtechniken oder einem Nähkurs erfolgreich sein.

Historische Nähtechnik

In den Beispielen werden die Stücke mit aktuellem Material und mit Nähmaschine erstellt. Selbstverständlich können Sie diese authentische Schnittvorlage auch mit historischen Techniken arbeiten.


Material, Zuschnitt, Nähen

Der Stoffbedarf kann aufgrund der vielen verfügbaren Größen und der unterschiedlichen Anforderungen der Materialien nicht sinnvoll genannt werden.

Bitte legen Sie die fertigen Papierschnittteile am Boden aus wie auf der Stoffbahn und ermitteln so den Stoffbedarf der verschiedenen Materialien.

Das Schnittmuster beinhaltet keine Naht- oder Saumzugabe. Bitte zugeben.

Das Schnittmuster enthält alle formgebenden Teile mit Beschriftung der erforderlichen Anzahl.

Je nach Material und persönlichem Ausführungswunsch können Verstärkung, Fütterung, Belege, Schrägbänder , Dekoration und Verschlüsse ergänzt werden.


"Spitzhaube" - BLAUES Schnittteil

Für die Spitzhaube wird ein steifes Material als Kern (Pappe oder sehr steifer Stoff) sowie ein feiner Bezugstoff benötigt. Der Schleier (ohne Schnittteil rechteckig in gewünschter Größe) aus transparentem Material.

I. Für das Musterstück dient feste Jute als Kern und 2-lagig Rohseide und Seidenspitze als Bezug. Eine Webborte ziert den Rand.

Bereits vor dem Zuschnitt das Schnittteil auf korrekte Passform auf dem Kopf prüfen. Kopfform und Frisur können den erforderlichen Umfang beeinflussen - die Haube soll ja fest sitzen.

II. Den Kern aus dem Schnittteil zuschneiden, zusammenheften und anprobieren.

Das Obermaterial je nach Elastizität ggf. geringfügig größer zuschneiden, damit es sich später über den Kern ziehen lässt.

III. Den Bezug rechts auf rechts zusammennähen, wenden und fest über den Kern ziehen.

Den Saum des Bezugs in den Kern schlagen und festheften.

Den Saumrand optional mit einer Borte verzieren.

Den frei in gewünschter Größe rechteckig zugeschnittenen Schleier umlaufend säumen. Zur besseren Sichtbarkeit verschiedener Varianten möglicher Befestigung an der Haube ist der Musterschleier mit roter Seite umsäumt.

IV. Fertig!


"Black Headdress" - GRÜNE Schnittteile

Hut Seitenteil rechts auf rechts an Hut Deckel nähen, Hut Seitenteil hinten schließen.

Krempenteile rechts auf rechts zusammennähen, wenden, Verzierung aufbringen.

Die Seiten des Schleiers an den äußeren Bereich der Krempe nähen.

Die Mitte der Krempe und den Schleier eingehalten umlaufend um das Kappenteil stecken und festnähen.

 

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