Mittelalterliche MITRA / Bischoffshaube

hxx0800mitra

Schnittmuster Anleitung: Die Mitra ist seit dem Mittelalter die traditionelle Kopfbedeckung von Bischöfen, zu gewissen Anlässen fast unverändert bis heute. Sie besteht aus einem festen, schildförmigen Vorder- und Hinterteil, zusammen- und am Kopf gehalten durch eine Innenmütze. Hinten sind zwei Bänder befestigt, die das Alte und Neue Testament symbolisieren. Typisch auch genutzt bei der Darstellung des Hl. Nikolaus.

Bestell-Adresse dieses Schnittmusters: HXX0800MITRA


Allgemeine Hinweise zum Schnittmuster

Ausdruck

Maßstabgerechter Ausdruck: Beachten Sie in Ihrem PDF-Viewer die Einstellung TATSÄCHLICHE GRÖSSE und überprüfen Sie die Maße des Testquadrats auf der ersten Schnittmuster-Seite (die Bezeichnung der Einstellung und das Aussehen der Druckmaske kann je nach Programm-Version des PDF-Viewers unterschiedlich sein).

Sie können das Schnittmuster auf jedem handelsüblichen Drucker ausgeben. Farbig ist übersichtlicher, es gehen aber auch S/W-Drucker. Typischerweise verwenden Sie Ihren DIN A4 Drucker zu Hause, es können aber auch größere Formate bis zu DIN A0 oder US-amerikanische Papierformate gewählt werden.

Bei großen Schnittmustern können Sie Papier sparen, in dem Sie nur die gewünschten Seiten ausdrucken, z.B. bei verschiedenen Rocklängen.

Auch die Vorspannseiten (Titelblatt, Schnittübersicht, Anleitung) brauchen Sie nicht unbedingt ausdrucken.

Schnittmuster Vorbereitung

Bitte messen Sie nach dem Ausdruck zuerst das Kontrollquadrat 10x10 cm auf der ersten Schnittmuster-Seite nach. Dies stellt sicher, das Ihr PDF-Viewer die Seiten nicht soch versehentlich verkleinert hat.

Die Schnittmuster-Übersischt zeigt, wie die einzelnen Seiten zusammengeklebt werden. Alle Seiten sind rechts unten entsprechend nummeriert.

Die Seiten passen an der umlaufenden, hellgrau gepunkteten Klebelinie genau zusammen.

Für das Zusammenkleben der Seiten schneiden Sie am besten den rechten und den unteren Rand der Seiten an der Klebelinie ab.

Sie können dies mit der Schere tun; viel schneller und genauer geht es natürlich mit einem Papierschneider - falls Sie öfter nähen, lohnt sich die Anschaffung.

Die Seiten werden jetzt wie auf der Schnittübersicht gezeigt zusammengeklebt; erst die Reihen und dann die einzelnen Reihen untereinander.

Sie können Papierkleber verwenden (dies tut unser Team) oder auch transparentes Klebeband (Tipp vieler KundInnen).

Sie brauchen es nicht zu übertreiben mit der Genauigkeit: Kleinere Versätze beim Kleben sind normal und werden beim Materialzuschnitt und beim Nähen allemal ausgeglichen.

Die einzelnen Schnittmusterteile können jetzt ausgeschnitten werden.

Das Schnittmuster beinhaltet keine Naht- oder Saumzugaben. Bitte zugeben. Dies können Sie je nach Ihrer persönlichen Vorliebe entweder auf dem Stoff beim Zuschnitt tun (so wird es bei den Anleitungs-Fotos gehalten) oder auch bereits am Papierschnitt vor dem Ausschneiden.

Vor dem Zuschnitt

Der Stoffbedarf kann aufgrund der vielen möglichen Größen und der unterschiedlichen Anforderungen der Materialien nicht sinnvoll genannt werden. Bitte legen Sie die fertigen Papierschnittteile am Boden aus wie auf der Stoffbahn und ermitteln so den Stoffbedarf der verschiedenen Materialien.

Das Schnittmuster enthält alle formgebenden Teile mit Beschriftung der erforderlichen Anzahl beim Zuschnitt. Falls auf einzelnen Schnittteilen kein Fadenlauf aufgedruckt ist, verläuft er in Druckrichtung von oben nach unten.

Je nach Material und Ausführungswunsch können zusätzlich Verstärkung, Fütterung, Belege, Verschlüsse, Schrägbänder und Dekoration erforderlich sein.

Viel Spaß beim Selberschneidern!

Selberschneidern erfordert je nach dem erwünschten Stück mehr oder weniger Übung und Erfahrung. Gerade bei neuen Schnittmustern immer empfohlen ist die Erstellung eines Musterstückes aus Billig-Material, um Missverständnisse auszuschliessen und gewünschte Änderungen bereits am Papierschnitt vornehmen zu können.

Aber auch Anfänger werden mit etwas Geduld und einem guten Buch der Grundtechniken oder einem Nähkurs erfolgreich sein.

Historische Nähtechnik

In den Beispielen werden die Stücke mit aktuellem Material und mit Nähmaschine erstellt. Selbstverständlich können Sie diese authentische Schnittvorlage auch mit historischen Techniken arbeiten.


Material und Zuschnitt

Die Mitra besteht aus jeweils einem festen, schildförmigen Vorder- und Hinterteil, zusammen- und am Kopf gehalten durch eine Innenmütze. Hinten sind zwei Bänder befestigt.

Als Material eignen sich Leinen- oder Seidenstoffe, als Verzierung schlichte wie prunkvolle Borten. Bevorzugte Farben können weiße/naturweiße, rote und goldene sein.

Der Vorder- und Hinterschild müssen bei der fertigen Mitra dem Kopfumfang folgend gebogen, glatt und steif sein. Hierfür ist bei den meisten Obermaterialien zusätzlich eine kräftige Verstärkung erforderlich. Das funktioniert mit Pappe, in den Musterstücken wurde festes Schabrackenvlies verwendet.

Das Schnittmuster enthält alle formgebenden Teile mit Beschriftung der erforderlichen Anzahl. Je nach Material und Ausführungswunsch können zusätzlich Verstärkung, Fütterung, Borten, Schrägbänder Dekoration erforderlich werden.

Das Schnittmuster beinhaltet keine Naht- oder Saumzugabe. Bitte zugeben.

Darüber hinaus ist der Zuschnitt auf den einzelnen Teilen des Schnittmuster-Bogens vermerkt. Wählen Sie zuerst eine der vier Schildform-Varianten V1 bis V4: jeweils passend sind Schild und Futterdeckel eingezeichnet.

Bitte unbedingt nach Wahl des Materials vor dem Zuschnitt die Schnitt-Teile am Zielkopf in der Breite optimieren und nicht nur auf den Kopfumfang verlassen. Die Passform und damit spätere Stabilität am Kopf hängt bei diesem Modell stark sowohl von Kopfform und z.B. Frisur des Trägers ab wie auch von der Steifheit der Schilde.


Nähen

1. Zuerst werden die Schilde aus Obermaterial und Verstärkung gearbeitet und mit breiten, kontrastfarbigen Stoffstreifen/Borten am unteren Rand und in der Mittelachse verziert (siehe Markierung als etwa vorgeschlagene Breite).

2. Die Innenhaube wird aus den Futter-Schildteilen und dem Futterdeckel rechts auf rechts zusammengenäht.

3. Die beiden Bänder werden aus jeweils zwei Stoffstreifen rechts auf rechts zusammengenäht, gewendet und verziert.

4. Jetzt werden Vorder- und Hinterschild an die Futterhaube genäht: Unterer Saum und entlang der oberen Schildkante. Die Seitennaht der Schilde bleibt dabei offen und wird nur durch den Innenstoff auf Stoß gehalten.

5. Beim Arbeiten des unteren Saumes werden die beiden Bänder hinten gleich neben der Mittelachse leicht nach außen zeigend zwischen Innenhaube und Hinterschild eingenäht.

 

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