Mittelalterliche TUNIKA

hxx0800tunika

Schnittmuster Anleitung: Frühmittelalterliche TUNIKA, verbreitet vor allem in Byzanz und im gesamten Mittelmeer-Raum.

Bestell-Adresse dieses Schnittmusters: HXX0800TUNIKA

Tags: Tunika, Mittelalter, Nessel, Wolle, Baumwolle, Leinen, Strickware, Seide, Byzanz, Mittelmeer


Historische Nähtechnik

In den Beispielen werden die Stücke mit aktuellem Material und mit Nähmaschine erstellt. Selbstverständlich können Sie diese authentische Schnittvorlage auch mit historischen Techniken arbeiten.


Allgemeine Hinweise zum Schnittmuster

Ausdruck

Maßstabgerechter Ausdruck: Beachten Sie in Ihrem PDF-Viewer die Einstellung TATSÄCHLICHE GRÖSSE und überprüfen Sie die Maße des Testquadrats auf der ersten Schnittmuster-Seite (die Bezeichnung der Einstellung und das Aussehen der Druckmaske kann je nach Programm-Version des PDF-Viewers unterschiedlich sein).

Sie können das Schnittmuster auf jedem handelsüblichen Drucker ausgeben. Farbig ist übersichtlicher, es gehen aber auch S/W-Drucker. Typischerweise verwenden Sie Ihren DIN A4 Drucker zu Hause, es können aber auch größere Formate bis zu DIN A0 oder US-amerikanische Papierformate gewählt werden.

Bei großen Schnittmustern können Sie Papier sparen, in dem Sie nur die gewünschten Seiten ausdrucken, z.B. bei verschiedenen Rocklängen.

Auch die Vorspannseiten (Titelblatt, Schnittübersicht, Anleitung) brauchen Sie nicht unbedingt ausdrucken.

Schnittmuster Vorbereitung

Bitte messen Sie nach dem Ausdruck zuerst das Kontrollquadrat 10x10 cm auf der ersten Schnittmuster-Seite nach. Dies stellt sicher, das Ihr PDF-Viewer die Seiten nicht soch versehentlich verkleinert hat.

Die Schnittmuster-Übersischt zeigt, wie die einzelnen Seiten zusammengeklebt werden. Alle Seiten sind rechts unten entsprechend nummeriert.

Die Seiten passen an der umlaufenden, hellgrau gepunkteten Klebelinie genau zusammen.

Für das Zusammenkleben der Seiten schneiden Sie am besten den rechten und den unteren Rand der Seiten an der Klebelinie ab.

Sie können dies mit der Schere tun; viel schneller und genauer geht es natürlich mit einem Papierschneider - falls Sie öfter nähen, lohnt sich die Anschaffung.

Die Seiten werden jetzt wie auf der Schnittübersicht gezeigt zusammengeklebt; erst die Reihen und dann die einzelnen Reihen untereinander.

Sie können Papierkleber verwenden (dies tut unser Team) oder auch transparentes Klebeband (Tipp vieler KundInnen).

Sie brauchen es nicht zu übertreiben mit der Genauigkeit: Kleinere Versätze beim Kleben sind normal und werden beim Materialzuschnitt und beim Nähen allemal ausgeglichen.

Die einzelnen Schnittmusterteile können jetzt ausgeschnitten werden.

Das Schnittmuster beinhaltet keine Naht- oder Saumzugaben. Bitte zugeben. Dies können Sie je nach Ihrer persönlichen Vorliebe entweder auf dem Stoff beim Zuschnitt tun (so wird es bei den Anleitungs-Fotos gehalten) oder auch bereits am Papierschnitt vor dem Ausschneiden.

Vor dem Zuschnitt

Der Stoffbedarf kann aufgrund der vielen möglichen Größen und der unterschiedlichen Anforderungen der Materialien nicht sinnvoll genannt werden. Bitte legen Sie die fertigen Papierschnittteile am Boden aus wie auf der Stoffbahn und ermitteln so den Stoffbedarf der verschiedenen Materialien.

Das Schnittmuster enthält alle formgebenden Teile mit Beschriftung der erforderlichen Anzahl beim Zuschnitt. Falls auf einzelnen Schnittteilen kein Fadenlauf aufgedruckt ist, verläuft er in Druckrichtung von oben nach unten.

Je nach Material und Ausführungswunsch können zusätzlich Verstärkung, Fütterung, Belege, Verschlüsse, Schrägbänder und Dekoration erforderlich sein.

Viel Spaß beim Selberschneidern!

Selberschneidern erfordert je nach dem erwünschten Stück mehr oder weniger Übung und Erfahrung. Gerade bei neuen Schnittmustern immer empfohlen ist die Erstellung eines Musterstückes aus Billig-Material, um Missverständnisse auszuschliessen und gewünschte Änderungen bereits am Papierschnitt vornehmen zu können.

Aber auch Anfänger werden mit etwas Geduld und einem guten Buch der Grundtechniken oder einem Nähkurs erfolgreich sein.


Material, Zuschnitt, Nähen

Der Stoffbedarf kann aufgrund der vielen verfügbaren Größen und der unterschiedlichen Anforderungen der Materialien nicht sinnvoll genannt werden.

Bitte legen Sie die fertigen Papierschnittteile am Boden aus wie auf der Stoffbahn und ermitteln so den Stoffbedarf der verschiedenen Materialien.

Das Schnittmuster beinhaltet keine Naht- oder Saumzugabe. Bitte zugeben.

Das Schnittmuster enthält alle formgebenden Teile mit Beschriftung der erforderlichen Anzahl.

Je nach Material und Ausführungswunsch können Verstärkung, Fütterung, Belege, Schrägbänder , Dekoration und Verschlüsse ergänzt werden.

Im Mittelalter waren Sie am Mittelmeer bestmöglich versorgt mit einer Vielzahl geeigneter Materialien zur Herstellung Ihrer Tunika. Je nach gewünschter Authentizität sollte ein Auge auf die Herstellungstechniken und die natürliche Färbung der Stoffe geworfen werden. Bei lockerer Haltung steht der Fantasie kaum etwas im Wege...

Leinen: dieses damals sehr verbreitete Material hat den Vorteil, auch heute noch in manueller Webtechnik in verschiedenen Qualitäten und natürlicher Färbung erhältlich zu sein.

Wolle: ebenfalls über das gesamte Mittelalter verwendet, auch gewalkt (Loden).

Nessel: gemeint ist hier der Brennnesselstoff, nicht die heutige Namensverwendung als Baumwoll-"Nessel". Nessel war im Mittelalter sehr verbreitet, war doch das Ausgangsmaterial am Wegesrand zu sammeln und in Heimarbeit zu spinnen und weben. Heute allerdings sehr schwer erhältlich.

Seide: bereits im frühen Mittelalter, z.B. in Byzanz als Handelsware aus dem Osten verfügbar, aber als Importware sehr teuer.

Baumwolle: im frühen Mittelalter bereits bekannt, aber wie die Seide seltener und teurer Import aus dem Osten und Süden und ohne große Verbreitung.

Strickware: die Stricktechnik verbreitete sich ausgehend von den arabischen Gebieten im Laufe des Mittelalters und nahm an Bedeutung zu.

Die Verarbeitung der Tunika kann mit authentischen Hilfsmitteln erfolgen: wirklich gebraucht werden eine Schere, Nadel und Faden. Hilfreich sind Stecknadeln, je nach Material ein Dorn zum vorstechen und ein Fingerhut - Ihre Nähhand wird es danken.

Ein Hinweis noch zu einer Zuschneide-Alternative: Nicht so materialsparend, aber anschließend noch viel einfacher zu nähen ist der Zuschnitt von Rumpf, Ärmel und Ärmelzwickel in einem Stück, an der Schulternaht gefaltet. So besteht dann das komplette Kleidungsstück aus einem Schnittteil und später sind nur die Ärmel-/Rumpfseitennaht links und rechts in einem Zug zu schließen.

Im Mittelalter wurden oft die Kanten einfach nur umgenäht oder - falls das Material nicht zum Ausfransen neigt - nicht gesichert. Heute würde zumindest der Hals- und Armausschnitt für besseren Tragekomfort, Optik und Undurchsichtigkeit doppelt ausgeführt werden. Ein entsprechender Beleg ist im Rumpfteil eingezeichnet und kann auf Wunsch zugeschnitten und verwendet werden.

Nach dem Zuschnitt der für Ihr Modell erforderlichen Teile kann es zum Nähen gehen. Die Verbindungspunkte der einzelnen Teile sind durch gleiche Buchstaben gekennzeichnet:

Zuerst sollten Sie alle Schnitt-Teile umlaufend gegen ausfransen sichern - die meisten "naturnahen" Leinen- und Wollstoffe neigen sehr dazu.

Jetzt den vorderen und hinteren Rumpfteil an den Schulternähten zusammennähen. Die genaue Größe des Halsausschnittes können Sie hierbei anpassen - der Kopf muss durch.

Bei der Verwendung eines Belegs die beiden Teile ebenfalls an der Schulter zusammennähen. Den Beleg rechts auf rechts umlaufend auf den Halsausschnitt nähen. Den Beleg durch den Halsausschnitt nach innen schlagen.

Sofern ein Ärmel gewünscht ist: Die Zwickel links und rechts oben an die Ärmel nähen. Den Ärmel jeweils seitlich an die Rumpfteile nähen.

Falls Sie Einsätze für ein weiteres Rockteil wünschen: die seitlichen Einsätze am Rumpfteil seitlich annähen, die vorderen und hinteren Einsätze in einen Schlitz einnähen.

Die Ärmelnaht und die Rumpfseiten in einem Zug schließen. Bei Bedarf kann unten am Rumpf ein Schlitz offen bleiben.

Falls ein Stoff-Bindegürtel gefertigt werden soll: die beiden Gürtelhälften an der schmalen Seite zusammennähen. Längst den Gürtel rechts auf rechts in voller Länge nähen, wenden. Die Enden nach innen umschlagen, vernähen.

Das fast fertige Stück anziehen. Die genaue gewünschte Länge des unteren Saums und der Ärmel markieren. Ärmelsäume und unteren Saum umnähen.

Fertig!

 

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