Mittelalterliche Cotte

hxx1330cotte

Schnittmuster Anleitung: Mittelalterliches Gewand Cotte für Frauen, Männer und Kinder in verschiedenen Varianten (ca. 1150 - 1450).

Bestell-Adresse dieses Schnittmusters: HXX1330COTTE


Allgemeine Hinweise zum Schnittmuster

Ausdruck

Maßstabgerechter Ausdruck: Beachten Sie in Ihrem PDF-Viewer die Einstellung TATSÄCHLICHE GRÖSSE und überprüfen Sie die Maße des Testquadrats auf der ersten Schnittmuster-Seite (die Bezeichnung der Einstellung und das Aussehen der Druckmaske kann je nach Programm-Version des PDF-Viewers unterschiedlich sein).

Sie können das Schnittmuster auf jedem handelsüblichen Drucker ausgeben. Farbig ist übersichtlicher, es gehen aber auch S/W-Drucker. Typischerweise verwenden Sie Ihren DIN A4 Drucker zu Hause, es können aber auch größere Formate bis zu DIN A0 oder US-amerikanische Papierformate gewählt werden.

Bei großen Schnittmustern können Sie Papier sparen, in dem Sie nur die gewünschten Seiten ausdrucken, z.B. bei verschiedenen Rocklängen.

Auch die Vorspannseiten (Titelblatt, Schnittübersicht, Anleitung) brauchen Sie nicht unbedingt ausdrucken.

Schnittmuster Vorbereitung

Bitte messen Sie nach dem Ausdruck zuerst das Kontrollquadrat 10x10 cm auf der ersten Schnittmuster-Seite nach. Dies stellt sicher, das Ihr PDF-Viewer die Seiten nicht soch versehentlich verkleinert hat.

Die Schnittmuster-Übersischt zeigt, wie die einzelnen Seiten zusammengeklebt werden. Alle Seiten sind rechts unten entsprechend nummeriert.

Die Seiten passen an der umlaufenden, hellgrau gepunkteten Klebelinie genau zusammen.

Für das Zusammenkleben der Seiten schneiden Sie am besten den rechten und den unteren Rand der Seiten an der Klebelinie ab.

Sie können dies mit der Schere tun; viel schneller und genauer geht es natürlich mit einem Papierschneider - falls Sie öfter nähen, lohnt sich die Anschaffung.

Die Seiten werden jetzt wie auf der Schnittübersicht gezeigt zusammengeklebt; erst die Reihen und dann die einzelnen Reihen untereinander.

Sie können Papierkleber verwenden (dies tut unser Team) oder auch transparentes Klebeband (Tipp vieler KundInnen).

Sie brauchen es nicht zu übertreiben mit der Genauigkeit: Kleinere Versätze beim Kleben sind normal und werden beim Materialzuschnitt und beim Nähen allemal ausgeglichen.

Die einzelnen Schnittmusterteile können jetzt ausgeschnitten werden.

Das Schnittmuster beinhaltet keine Naht- oder Saumzugaben. Bitte zugeben. Dies können Sie je nach Ihrer persönlichen Vorliebe entweder auf dem Stoff beim Zuschnitt tun (so wird es bei den Anleitungs-Fotos gehalten) oder auch bereits am Papierschnitt vor dem Ausschneiden.

Vor dem Zuschnitt

Der Stoffbedarf kann aufgrund der vielen möglichen Größen und der unterschiedlichen Anforderungen der Materialien nicht sinnvoll genannt werden. Bitte legen Sie die fertigen Papierschnittteile am Boden aus wie auf der Stoffbahn und ermitteln so den Stoffbedarf der verschiedenen Materialien.

Das Schnittmuster enthält alle formgebenden Teile mit Beschriftung der erforderlichen Anzahl beim Zuschnitt. Falls auf einzelnen Schnittteilen kein Fadenlauf aufgedruckt ist, verläuft er in Druckrichtung von oben nach unten.

Je nach Material und Ausführungswunsch können zusätzlich Verstärkung, Fütterung, Belege, Verschlüsse, Schrägbänder und Dekoration erforderlich sein.

Viel Spaß beim Selberschneidern!

Selberschneidern erfordert je nach dem erwünschten Stück mehr oder weniger Übung und Erfahrung. Gerade bei neuen Schnittmustern immer empfohlen ist die Erstellung eines Musterstückes aus Billig-Material, um Missverständnisse auszuschliessen und gewünschte Änderungen bereits am Papierschnitt vornehmen zu können.

Aber auch Anfänger werden mit etwas Geduld und einem guten Buch der Grundtechniken oder einem Nähkurs erfolgreich sein.

Historische Nähtechnik

In den Beispielen werden die Stücke mit aktuellem Material und mit Nähmaschine erstellt. Selbstverständlich können Sie diese authentische Schnittvorlage auch mit historischen Techniken arbeiten.


Material und Zuschnitt

Der Stoffbedarf kann aufgrund der vielen verfügbaren Größen und der unterschiedlichen Anforderungen der Materialien nicht sinnvoll genannt werden. Bitte legen Sie die fertigen Papierschnittteile am Boden aus wie auf der Stoffbahn und ermitteln so den Stoffbedarf der verschiedenen Materialien.

Das Schnittmuster beinhaltet keine Naht- oder Saumzugabe. Bitte zugeben.

Das Schnittmuster enthält alle formgebenden Teile mit Beschriftung der erforderlichen Anzahl. Je nach Material und Ausführungswunsch können zusätzlich Verstärkung, Fütterung, Belege, Schrägbänder, Verschlüsse und Dekoration erforderlich werden.

Für die Cotte eignen sich als Material besonders Leinen oder Seide als Basis. Elegante Versionen wurden teilweise aufwendig verziert.

Die Frau trägt als Musterstück die knöchellange, anliegende Variante mit breiten Einsätzen als Unterkleid aus weichem, angenehmen Leinen. Der später unter dem Oberkleid sichtbare Ärmel liegt geknöpft eng an, ist mit Seidengewebe mit Goldfäden verziert und endet mit einem Umschlag.


Nähen

1. Die einzelnen Teile des Zuschnitts werden zur letzten Kontrolle vor dem Nähen an den Körper gehalten. So können erstmals noch Details am fließenden Material entschieden werden - wie genaue gewünschte Weiten von Rumpf und Ärmel.

2. Je nach Art des Materials sollten jetzt alle Kanten gegen Ausfransen gesichert werden.

3. . Die Schulternähte werden geschlossen. Die Einsätze (sofern gewählt) und die Ärmel (sofern gewählt) werden an das Rumpfteil genäht.

4. Falls ein Beleg eingearbeitet werden soll, die beiden Belegteile ebenfalls an den Schulternähten zusammennähen und jetzt rechts auf rechts in den Halsausschnitt nähen und nach innen schlagen.

5. Bei dem engen Frauenärmel des Musters wird jetzt die Ärmelverzierung und die Knopfleiste am Ärmel gearbeitet. In diesem Beispiel ist der enge Unterärmel mit einem Kontrastmaterial überspannt und mit zahlreichen, randnah angebrachten Knöpfen geschlossen. Am Umschlag wird dabei die Bespannung rechts auf rechts genäht, gewendet und am oberen Rand (unter dem Ellenbogen) der Bespannung nach innen umgeschlagen und festgeheftet.

6. Die Seitennähte können jetzt in einem Zug vom Unterärmel aus über die Achsel den Rumpf hinab bis zum Saum geschlossen werden.

7. Erneute Anprobe. Die genaue gewünschte Saumlänge und Ärmellänge wird markiert.

8. Säumen des Rocksaums, des Halsausschnitts (sofern kein Beleg verwendet wurde) und des Ärmelsaums.

Fertig!

 

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