KAPUZEN-CAPE/-MANTEL und MASKE

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Schnittmuster Anleitung: Schnittmuster eines KAPUZENMANTELs / KAPUZENCAPEs und einer MASKE - verschiedene Formen und Längen. Verbreitet vom Spätmittelalter bis zum frühen Barock.

Bestell-Adresse dieses Schnittmusters: HXX1643KAPMA


Informationen zum Kleidungsstück

Kapuzen-Capes / Kapuzen-Mäntel sind von der Frühzeit über das komplette Mittelalter, mit einem modischen Höhepunkt in der Renaissance in die weitere Neuzeit dokumentiert; nicht selten in Verbindung mit Maske eher zwielichtige Zeitgenossen bekleidend. Und auch bis in die fernere Zukunft wird der Bösewicht wohl Kapuze und Maske tragen*)...

Die ersten Kapuzen-Capes und -Mäntel entstanden mit den ersten Kleidungsstücken der Menschheit. Felle von erlegten Tieren wurden zum Schutz gegen widrige Witterung über Kopf und Schultern gelegt, zu sehen auf Höhlenzeichnungen und an Funden früher Skulpturen.

Im Verlauf der Geschichte wurde dieses Kleidungsstück weiterentwickelt, in jeder Epoche den Anforderungen und dem Stand der Mode der übrigen Bekleidung angepasst. Über das gesamte Mittelalter waren Mäntel (lang) und Capes (kurz) mit angeschnittener Kopfbedeckung als Schutz gegen Kälte, Wind und Niederschlag verbreitet.

Auch in der Neuzeit bis heute finden sich fast unverändert gestaltete Beispiele. Wenn wir allerdings das Auftreten der Kombination Kapuze und Maske betrachten, wurde wohl die Mode der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts bisher nicht übertroffen, in der diese Verhüllung zum normalen Straßen-Outfit für Sie wie für Ihn gehören konnte.

Neben dem zweifellos praktischen Nutzen des Kapuzenmantels als hervorragender Wetterschutz spielt aber das Geheimnisvolle, das die Identität Versteckende die entscheidende Rolle bei der fleißigen Nutzung dieses Kleidungsstücks bei zeitgenössischen Personengruppen eher öffentlichkeitsscheuer Erwerbstätigkeit. Verstärkt wird diese Nicht-Erkennbarkeit durch das Tragen einer Maske über dem bereits im Schatten der Kapuze liegenden Gesicht.

Stellen wir uns den mittelalterlichen, im Walde lauernden Räuber vor, den am Galgen für den Verurteilten bereitstehenden Henker, den Scharfrichter das Beil hebend, den Spion in Deckung des Fachwerks, aber auch die hochgestellte Frau unterwegs in geheimer, unsittlicher oder gar ungesetzlicher Mission - all diese Personen werden nicht unwahrscheinlich mit einem Kapuzenmantel und Maske bekleidet sein.


Allgemeine Hinweise zum Schnittmuster

Ausdruck

Maßstabgerechter Ausdruck: Beachten Sie in Ihrem PDF-Viewer die Einstellung TATSÄCHLICHE GRÖSSE und überprüfen Sie die Maße des Testquadrats auf der ersten Schnittmuster-Seite (die Bezeichnung der Einstellung und das Aussehen der Druckmaske kann je nach Programm-Version des PDF-Viewers unterschiedlich sein).

Sie können das Schnittmuster auf jedem handelsüblichen Drucker ausgeben. Farbig ist übersichtlicher, es gehen aber auch S/W-Drucker. Typischerweise verwenden Sie Ihren DIN A4 Drucker zu Hause, es können aber auch größere Formate bis zu DIN A0 oder US-amerikanische Papierformate gewählt werden.

Bei großen Schnittmustern können Sie Papier sparen, in dem Sie nur die gewünschten Seiten ausdrucken, z.B. bei verschiedenen Rocklängen.

Auch die Vorspannseiten (Titelblatt, Schnittübersicht, Anleitung) brauchen Sie nicht unbedingt ausdrucken.

Schnittmuster Vorbereitung

Bitte messen Sie nach dem Ausdruck zuerst das Kontrollquadrat 10x10 cm auf der ersten Schnittmuster-Seite nach. Dies stellt sicher, das Ihr PDF-Viewer die Seiten nicht soch versehentlich verkleinert hat.

Die Schnittmuster-Übersischt zeigt, wie die einzelnen Seiten zusammengeklebt werden. Alle Seiten sind rechts unten entsprechend nummeriert.

Die Seiten passen an der umlaufenden, hellgrau gepunkteten Klebelinie genau zusammen.

Für das Zusammenkleben der Seiten schneiden Sie am besten den rechten und den unteren Rand der Seiten an der Klebelinie ab.

Sie können dies mit der Schere tun; viel schneller und genauer geht es natürlich mit einem Papierschneider - falls Sie öfter nähen, lohnt sich die Anschaffung.

Die Seiten werden jetzt wie auf der Schnittübersicht gezeigt zusammengeklebt; erst die Reihen und dann die einzelnen Reihen untereinander.

Sie können Papierkleber verwenden (dies tut unser Team) oder auch transparentes Klebeband (Tipp vieler KundInnen).

Sie brauchen es nicht zu übertreiben mit der Genauigkeit: Kleinere Versätze beim Kleben sind normal und werden beim Materialzuschnitt und beim Nähen allemal ausgeglichen.

Die einzelnen Schnittmusterteile können jetzt ausgeschnitten werden.

Das Schnittmuster beinhaltet keine Naht- oder Saumzugaben. Bitte zugeben. Dies können Sie je nach Ihrer persönlichen Vorliebe entweder auf dem Stoff beim Zuschnitt tun (so wird es bei den Anleitungs-Fotos gehalten) oder auch bereits am Papierschnitt vor dem Ausschneiden.

Vor dem Zuschnitt

Der Stoffbedarf kann aufgrund der vielen möglichen Größen und der unterschiedlichen Anforderungen der Materialien nicht sinnvoll genannt werden. Bitte legen Sie die fertigen Papierschnittteile am Boden aus wie auf der Stoffbahn und ermitteln so den Stoffbedarf der verschiedenen Materialien.

Das Schnittmuster enthält alle formgebenden Teile mit Beschriftung der erforderlichen Anzahl beim Zuschnitt. Falls auf einzelnen Schnittteilen kein Fadenlauf aufgedruckt ist, verläuft er in Druckrichtung von oben nach unten.

Je nach Material und Ausführungswunsch können zusätzlich Verstärkung, Fütterung, Belege, Verschlüsse, Schrägbänder und Dekoration erforderlich sein.

Viel Spaß beim Selberschneidern!

Selberschneidern erfordert je nach dem erwünschten Stück mehr oder weniger Übung und Erfahrung. Gerade bei neuen Schnittmustern immer empfohlen ist die Erstellung eines Musterstückes aus Billig-Material, um Missverständnisse auszuschliessen und gewünschte Änderungen bereits am Papierschnitt vornehmen zu können.

Aber auch Anfänger werden mit etwas Geduld und einem guten Buch der Grundtechniken oder einem Nähkurs erfolgreich sein.

Historische Nähtechnik

In den Beispielen werden die Stücke mit aktuellem Material und mit Nähmaschine erstellt. Selbstverständlich können Sie diese authentische Schnittvorlage auch mit historischen Techniken arbeiten.


Schnittmuster, Material und Zuschnitt

Das Schnittmuster-Bogen enthält die Komponenten für eine Vielzahl unterschiedlicher Capes und Mäntel mit (oder auch ohne) Kapuze; zusätzlich zwei Formen einer Maske.

Mantel und Cape beschreiben in der Grundform fünf-sechstel eines Kreises, aus einzelnen Segmenten zusammen gesetzt, sodass die Weite leicht den Wünschen angepasst werden kann. Verschiedene Längen sind auf dem Mantelschnitt markiert. Der Mantel kann wahlweise mit Armschlitzen versehen werden.

Mantel und Cape können einzeln oder in Kombination (am Halsausschnitt zusammengenäht) verwendet werden.

Die Kapuze zeigt Varianten für Höhe und Weite. Für eine optimale optische Wirkung sollte der gewünschte Fall des Stoffes vor dem Zuschnitt mit dem Material direkt am Kopf des/r Benähten getestet werden.

Weiterhin steht eine Maske rechteckigen Zuschnitts und eine geschwungene Maske bereit. Der Halt am Kopf wird mit dem breiteren Riemen vom Bogen erreicht oder auch mit schmalen einzelnen Bändern (über und unter dem Ohr zum Hinterkopf, in Darstellungen auch zusätzlich von der Stirnmitte über den Scheitel belegt).

Der vordere, mittige Verschluss des Mantels kann nach der bevorzugten Technik der konkret darzustellenden Zeit erfolgen. Frühmittelalterliche Modelle mögen noch die einzelne, halsnahe Fibel bevorzugen; späteren Ausführungen stehen ein oder mehrere Knöpfe, Knebel, Spangen oder Bänder zur Verfügung.

Das Musterstück zeigt einen langen Mantel mit Armschlitzen und zusätzlichem Cape sowie einer Kapuze normaler Weite aus einer Kombination weicher, warmer, grauer Wollstoffe. Die geschwungene Maske verdeckt die Augenpartie. Zur besseren Erkennbarkeit auf den Fotos sind die Ränder aller Teile zusätzlich mit roter Rohseide eingefasst - natürlich nicht gerade die Farbwahl des Vertrauens dunkler Gestalten...

Der Stoffbedarf kann aufgrund der vielen verfügbaren Größen und der unterschiedlichen Anforderungen der Materialien nicht sinnvoll genannt werden.

Bitte legen Sie die fertigen Papierschnittteile am Boden aus wie auf der Stoffbahn und ermitteln so den Stoffbedarf der verschiedenen Materialien.

Das Schnittmuster beinhaltet keine Naht- oder Saumzugabe. Bitte zugeben.

Das Schnittmuster enthält alle formgebenden Teile mit Beschriftung der erforderlichen Anzahl.

Je nach Material und Ausführungswunsch können Verstärkung, Fütterung, Belege, Schrägbänder, Dekoration und Verschlüsse ergänzt werden.

Die Verarbeitung des Kleidungsstücks kann mit authentischen Hilfsmitteln erfolgen: wirklich gebraucht werden eine Schere, Nadel und Faden. Hilfreich sind Stecknadeln, je nach Material ein Dorn zum vorstechen und ein Fingerhut - Ihre Nähhand wird es danken.


Nähen

Die Herstellung des Kapuzen-Capes/-Mantels ist einfach; nur wenige, gerade Nähte sind auszuführen. Lediglich die Maske erfordert je nach gewähltem Material und gewünschter Ausführung ein wenig Geduld.

Zuerst werden alle Teile den Angaben auf dem Schnittmuster entsprechend zugeschnitten.

CAPE

Die Rücknaht des Capes schließen. Die Hinternaht der Kapuze schliessen. Die Kapuze in den Halsausschnitt des Capes heften und einnähen. Kapuzenrand, vordere Öffnung und Caperand umlaufend in einem Stück säumen. Den gewünschten Verschluss arbeiten.

MANTEL

Falls gewünscht zuerst die Armschlitze mit einem zusätzlich zugeschnittenen Belegstreifen herstellen: Belegstreifen rechts auf rechts mit einem sehr schmalen Rechteck auf die Schlitzposition nähen, innerhalb des Rechtecks den Schlitz durch Beleg und Mantel aufschneiden, Beleg nach innen schlagen und absteppen. Die Mantelsegmente zusammennähen. Vordere Öffnung und Rand des Mantels umlaufend säumen.

Falls gewünscht (wie beim Musterstück), kann der Mantel jetzt innen am Halsausschnitt an das Kapuzen-Cape genäht werden.

MASKE

Je nach Material wird die gewünschte Maskenform 1x (z.B. aus festerem Leder) oder 2x (aus Stoffen) ausgeschnitten und bei Bedarf zusätzlich verstärkt (bei zu feinen oder elastischen Materialien). Die Riemen vom Schnittmuster oder andere schmale Befestigungsbänder annähen. Augenlöcher und Saum arbeiten.

Fertig!

 

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