SCHULUNIFORM BLUSE - How to Made myCostumes

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Schnittmuster Anleitung: SCHULUNIFORM BLUSE mit MATROSENKRAGEN - ein Schnittmuster zum Cosplay Buch 'How to Made myCostumes'.

Bestell-Adresse dieses Schnittmusters: MYCH2MSCBL

Tags: myCostumes, Cosplay, Schuluniform, Bluse, Matrosenkragen

Eine Schuluniform kann ein gutes Einstiegsprojekt für Cosplay sein. Es gibt sie in Hülle und Fülle, in allen möglichen Farben und Formen, kompliziert und weniger kompliziert. Die typische japanische Schuluniform besteht aus einer lose sitzenden Bluse mit Matrosenkragen und einem Faltenrock. Beginnen wir mit der Bluse mit Matrosenkragen.


Die "How to Make myCostumes" Buchschnittmuster

Dieses Schnittmuster ist wie alle anderen Schnittmuster aus dem Cosplay Buch "How to Make myCostumes" als PASST! Maßschnittmuster erhältlich.

Link zu myCostumes und dem Buch, in dem ihr viele weitere Hinweise und Fotos zur Herstellung dieses Kleidungsstücks findet wie auch Allgemeines zu Material und Nähtechnik: www.mycostumes.de

Link zu den PASST! Maßschnittmustern von myCostumes: mycostumes.golden-pattern.de

Tipp: Um die genaue Stoffmenge zu ermitteln, erstellt ihr immer zuerst alle Schnittmuster und schneidet sie in eurer Größe zu. Achtet darauf, wie breit euer Stoff liegt, und kauft lieber etwas mehr, falls er bei der ersten Wäsche noch einläuft.


Allgemeine Hinweise zum Schnittmuster

Ausdruck

Maßstabgerechter Ausdruck: Beachten Sie in Ihrem PDF-Viewer die Einstellung TATSÄCHLICHE GRÖSSE und überprüfen Sie die Maße des Testquadrats auf der ersten Schnittmuster-Seite (die Bezeichnung der Einstellung und das Aussehen der Druckmaske kann je nach Programm-Version des PDF-Viewers unterschiedlich sein).

Sie können das Schnittmuster auf jedem handelsüblichen Drucker ausgeben. Farbig ist übersichtlicher, es gehen aber auch S/W-Drucker. Typischerweise verwenden Sie Ihren DIN A4 Drucker zu Hause, es können aber auch größere Formate bis zu DIN A0 oder US-amerikanische Papierformate gewählt werden.

Bei großen Schnittmustern können Sie Papier sparen, in dem Sie nur die gewünschten Seiten ausdrucken, z.B. bei verschiedenen Rocklängen.

Auch die Vorspannseiten (Titelblatt, Schnittübersicht, Anleitung) brauchen Sie nicht unbedingt ausdrucken.

Schnittmuster Vorbereitung

Bitte messen Sie nach dem Ausdruck zuerst das Kontrollquadrat 10x10 cm auf der ersten Schnittmuster-Seite nach. Dies stellt sicher, das Ihr PDF-Viewer die Seiten nicht soch versehentlich verkleinert hat.

Die Schnittmuster-Übersischt zeigt, wie die einzelnen Seiten zusammengeklebt werden. Alle Seiten sind rechts unten entsprechend nummeriert.

Die Seiten passen an der umlaufenden, hellgrau gepunkteten Klebelinie genau zusammen.

Für das Zusammenkleben der Seiten schneiden Sie am besten den rechten und den unteren Rand der Seiten an der Klebelinie ab.

Sie können dies mit der Schere tun; viel schneller und genauer geht es natürlich mit einem Papierschneider - falls Sie öfter nähen, lohnt sich die Anschaffung.

Die Seiten werden jetzt wie auf der Schnittübersicht gezeigt zusammengeklebt; erst die Reihen und dann die einzelnen Reihen untereinander.

Sie können Papierkleber verwenden (dies tut unser Team) oder auch transparentes Klebeband (Tipp vieler KundInnen).

Sie brauchen es nicht zu übertreiben mit der Genauigkeit: Kleinere Versätze beim Kleben sind normal und werden beim Materialzuschnitt und beim Nähen allemal ausgeglichen.

Die einzelnen Schnittmusterteile können jetzt ausgeschnitten werden.

Das Schnittmuster beinhaltet keine Naht- oder Saumzugaben. Bitte zugeben. Dies können Sie je nach Ihrer persönlichen Vorliebe entweder auf dem Stoff beim Zuschnitt tun (so wird es bei den Anleitungs-Fotos gehalten) oder auch bereits am Papierschnitt vor dem Ausschneiden.

Vor dem Zuschnitt

Der Stoffbedarf kann aufgrund der vielen möglichen Größen und der unterschiedlichen Anforderungen der Materialien nicht sinnvoll genannt werden. Bitte legen Sie die fertigen Papierschnittteile am Boden aus wie auf der Stoffbahn und ermitteln so den Stoffbedarf der verschiedenen Materialien.

Das Schnittmuster enthält alle formgebenden Teile mit Beschriftung der erforderlichen Anzahl beim Zuschnitt. Falls auf einzelnen Schnittteilen kein Fadenlauf aufgedruckt ist, verläuft er in Druckrichtung von oben nach unten.

Je nach Material und Ausführungswunsch können zusätzlich Verstärkung, Fütterung, Belege, Verschlüsse, Schrägbänder und Dekoration erforderlich sein.

Viel Spaß beim Selberschneidern!

Selberschneidern erfordert je nach dem erwünschten Stück mehr oder weniger Übung und Erfahrung. Gerade bei neuen Schnittmustern immer empfohlen ist die Erstellung eines Musterstückes aus Billig-Material, um Missverständnisse auszuschliessen und gewünschte Änderungen bereits am Papierschnitt vornehmen zu können.

Aber auch Anfänger werden mit etwas Geduld und einem guten Buch der Grundtechniken oder einem Nähkurs erfolgreich sein.


Das braucht ihr

Für die Bluse braucht ihr einen nicht zu festen weißen Stoff. Achtet aber darauf, dass er blickdicht ist. Am besten eignen sich leichte Baumwollstoffe. Für den Kragen darf es ein festerer Stoff sein.


Bluse zuschneiden

Unser Schnittmuster besteht aus einem Vorderteil, einem Rückenteil und dem Ärmel. Das ist die einfachste Form einer Bluse.

Legt den Schnitt für das Vorderteil mit der vorderen Mitte an den Stoffbruch. Die vordere Mitte ist im Schnitt markiert. Es ist die lange, gerade Kante des Schnittteils.

Dasselbe macht ihr mit dem Rückenteil, nur dass ihr hier die rückwärtige Mitte an den Stoffbruch anlegt.

Steckt den Schnitt auf dem Stoff fest und zeichnet ggf. die Nahtzugabe ein, falls sie noch nicht im Schnittmuster enthalten ist. Benutzt mindestens 1 cm Nahtzugabe und 3 cm am unteren Saum.

Im Schnittmuster sind am Vorder- und Rückenteil zwei größere Einschnitte zu sehen. Das sind die Abnäher. Abnäher sind Teile im Schnitt, die später zusammengefaltet werden. Dann näht man schräg eine Naht darüber, sodass der Stoff um diese Falte kleiner wird. Abnäher bringen den Stoff in Form, damit er sich an die Rundungen (z.B. an der Brust) anpasst.

Beim Übertragen des Schnittes auf den Stoff braucht ihr die Abnäher nicht auszuschneiden. Es wäre schwierig, die Nahtzugabe in den Abnäher hineinzuquetschen. Zeichnet die Nahtlinie nur mit Kreide nach. Verlängert die Linien dann mit dem Lineal in die Nahtzugabe hinein bis zur Schnittkante. Oder ihr übertragt die Nahtlinie für den Abnäher gleich mit Markierungsfäden auf den Stoff. So könnt ihr die Markierung gleichzeitig auf alle Stofflagen übertragen.


Bluse nähen

Als Erstes werden die Abnäher im Vorderteil genäht. Faltet den Stoff so, dass die Linien des Abnähers genau aufeinanderliegen. Steckt den Abnäher fest.

Näht nun mit einem nicht zu großen Stich (Stichweite 2 bis 2,5) auf der eingezeichneten Linie entlang. Wichtig ist das obere Ende des Abnähers (die Spitze der 'Tüte'). Die Naht darf nicht zu steil zum Stoffbruch laufen, sonst bekommt ihr eine unschöne Ecke am Ende des Abnähers. Die Naht sollte flach zum Bruch enden.

Für die restlichen Nähte braucht ihr eine normale Stichweite (2,5 bis 3). Schließt die Schulternähte und versäubert die offenen Kanten der Nahtzugaben mit einem Zickzack-Stich.

Wenn ihr das gemacht habt, bügelt ihr die Nähte flach.


Beleg und Kragen erstellen

Der Ausschnitt bleibt im Moment noch im Rohzustand, hierfür brauchen wir zuerst den Kragen und einen Beleg. Ein Beleg ist ein Stück Stoff, das dieselbe Form hat wie die Kante, an die es gelegt wird. Dadurch kann die Kante später einen sauberen Abschluss ohne sichtbare Nähte bekommen. Der Beleg wird an die Kante genäht und nach innen umgeklappt.

Schneidet den Beleg vorn und hinten wie markiert im Stoffbruch zu. Versäubert die unteren Kanten , näht die Teile zusammen und bügelt sie auseinander.

Nun zum Kragen:

Schneidet den Kragen zweimal zu. Das Kragenteil, das später unten liegt, verstärkt ihr mit Einlage (Vlieseline). Dies wird euer Kragenbeleg. Wie steif die Einlage sein muss, hängt vom Stoff ab, den ihr verwendet.

Bevor ihr den Kragen zusammennäht, denkt zuerst an die Verzierung. Der typische Matrosenkragen hat einen oder mehrere Streifen. Schön sauber werden die Streifen, wenn ihr sie aus Schrägband näht. Markiert auf dem Kragen die Linie, wo der oder die Streifen sitzen sollen. Dazu könnt ihr Schneiderkreide oder einen selbstlöschenden Markierstift verwenden. Steckt die Streifen auf der Markierung fest.

In den Ecken müsst ihr darauf achten, dass die Streifen eine saubere Diagonale bilden. Näht die Streifen fest, indem ihr ganz knapp (ca. 1 mm) an den Kanten entlangsteppt, also mit einem Geradstich näht.

Jetzt wird der verzierte Kragen mit dem unteren Kragenteil vernäht und anschließend umgedreht. Das nennt man Verstürzen. Damit sich die Naht nachher ein wenig auf die Unterseite zieht, wird die Unterseite an den Seiten 2 mm zurückgeschnitten.

Legt die Teile rechts auf rechts - also mit den 'schönen' Stoffseiten - aufeinander und steckt sie fest. Näht die beiden Teile zusammen. Achtet dabei darauf, dass die Naht parallel zu der Naht des Streifens verläuft.

Ihr solltet den Kragen nun nicht einfach umdrehen. Wie im Projekt: Schleife gibt es auch hier zwei Ecken, an denen die Nahtzugabe zurückgeschnitten werden muss. Außerdem hat der Kragen zwei Rundungen nach vorne. Ähnlich wie bei den Ecken liegt hier nach dem Umdrehen des Stoffs zu viel Nahtzugabe im fertigen Stück. Deshalb schneidet man bei solchen Rundungen kleine Dreiecke aus der Nahtzugabe. So kann die Nahtzugabe später glatt im Kragen liegen.

Krempelt den Kragen um und drückt die Ränder platt. Durch das Verstürzen habt ihr jetzt eine saubere Kante, an der man keine Naht mehr sieht. Damit die Nähte genau in den Kanten liegen, kann man sie zwischen den Fingern leicht hin- und herrollen. Bügelt den Kragen flach.


Kragen an die Bluse nähen

Jetzt könnt ihr Kragen und Oberteil aneinandernähen. Dreht dafür sowohl die Bluse als auch den Kragen auf die rechte (die 'richtige') Seite. Als Platzierungshilfe solltet ihr die hintere Mitte in beiden Teilen markieren. Bei der Bluse legt ihr dazu die Schulternähte aufeinander und markiert den hinteren Stoffbruch. Den Kragen faltet ihr einmal in der Mitte und markiert ebenfalls den Stoffbruch.

Steckt den Kragen auf der Bluse fest. Die Unterseite des Kragens muss dabei auf der Oberseite der Bluse liegen (so, wie der Kragen auch auf der fertigen Bluse liegt).

Wenn ihr 1 cm Nahtzugabe eingeplant habt, näht den Kragen mit etwas weniger Nahtzugabe fest, also z.B. 0,7 cm (meistens ist das ungefähr das Maß einer Seite des Nähfüßchens).

Jetzt kommt der Beleg ins Spiel, den wir vorhin zugeschnitten haben. Legt den Kragenbeleg rechts auf rechts auf den Kragen und steckt ihn ebenfalls fest. Die hintere Mitte braucht ihr diesmal nicht zu markieren, denn dort ist eine Naht, die ihr als Platzierungshilfe verwenden könnt. Der Beleg wird nun mit der geplanten Nahtzugabe (1 cm) festgenäht. (

Jetzt wird der Beleg mit Bluse und Kragen verstürzt. Damit ihr nicht ganz so viel Nahtzugabe habt, die später in der Naht liegt, schneidet die Nahtzugabe des Belegs um die Hälfte zurück.

Da die Kante im Nacken rund ist, habt ihr wieder ein Problem: Anders als im Kragen ist diesmal nicht zu viel Nahtzugabe im Weg, sondern es ist zu wenig Nahtzugabe da, um den Stoff nach unten zu klappen. Deshalb wird die Nahtzugabe hinten bis kurz vor die Naht eingeschnitten. Vorn in der Spitze müsst ihr die Nahtzugabe ebenfalls bis zur Ecke einschneiden. So kann sie sich auffächern und glatt liegen.

Bügelt nun den Beleg nach innen. Klappt den Kragen seitlich hoch und steppt kurz neben dem Ansatz des Kragens. Ihr fasst so den Kragenbeleg und die Bluse zusammen. Damit habt ihr den Kragen sauber am Oberteil befestigt.

Jetzt könnt ihr die Bluse fertignähen. Schließt die Seitennähte, versäubert sie und bügelt sie flach. Näht den unteren Saum. Bügelt hierfür die Stoffkante 3 cm breit um, schlagt sie ggf. nochmals ein und näht sie fest.


Ärmel einsetzen

Bei den meisten Blusen und Jacken ist der Ärmel oben etwas weiter als das Loch am Oberteil, in das er eingesetzt wird. Diesen oberen Teil des Ärmels, der eine Rundung hat, nennt man die Armkugel. Damit der Ärmel in die Öffnung passt, sich über der Schulter aber ein bisschen ausbeult, muss die Armkugel nur am Rand etwas enger gemacht werden. Dazu benutzt ihr die Technik des 'Einreihens', die ihr schon bei den Rüschen im 'Projekt: Maid' kennengelernt habt. Bevor ihr die Ärmelnaht schließt, näht ihr oben an der Armkugel im Abstand von ca. 1 cm zwei Nähte mit einem sehr großen Stich.

Schließt dann die Ärmelnaht und bügelt die Nahtzugaben flach.

Dreht den Ärmel auf rechts, also mit der schönen Stoffseite nach außen. Fasst bei den beiden lockeren Nähten jeweils beide Oberfäden und zieht vorsichtig daran. Der Stoff beginnt sich zu kräuseln. Streicht mit dem Fingernagel zwischen den beiden Nähten entlang, sodass sich der Stoffrand oben leicht umbiegt.

Jetzt könnt ihr den Ärmel einsetzen. Dreht das Oberteil auf links, also mit der Innenseite nach außen. Steckt einen Ärmel in das passende Armloch. Das kann etwas dauern, vor allem wenn man ungeübt ist. Es gibt am Ärmel ein paar Stellen, die zwangsläufig schräg geschnitten sind, und schräg geschnittener Stoff dehnt sich leicht. Also braucht man etwas Geduld beim Einsetzen von Ärmeln.

Näht den Ärmel ein und versäubert ihn.


Manschetten nähen

Der Ärmelsaum bekommt gerade Manschetten.

Näht die Manschette an der kurzen Seite zu einem Ring zusammen und bügelt die Nahtzugaben auseinander.

Klappt die Manschette nun in der Mitte um und bügelt sie. So habt ihr die fertige Manschette, die ihr nur noch an den Ärmel zu nähen braucht.

Zieht die Manschette mit dem gebügelten Knick nach hinten über den Ärmel und fächert die beiden Stoffschichten auf. Steckt die eine Stoffseite an den Ärmel.

Näht die eine Stoffseite an den Ärmel und bügelt die Naht flach, sodass die Nahtzugabe in Richtung der Manschette zeigt. Dabei zieht ihr die Stoffseiten der Manschette auseinander (sie liegen dann ausgeklappt), damit ihr sie nicht mitbügelt.

Klappt die zweite Stoffseite wieder zurück und dreht den Ärmel auf links.

Jetzt schlagt ihr die zweite Stoffseite knapp über der Steppnaht, die ihr eben gemacht habt, ein und steckt sie fest.

Dreht den Ärmel wieder um. Nun steppt ihr genau im Ansatz zur Manschette. Damit fasst ihr die noch lose Stofflage mit und steppt sie fest. Man nennt das 'im Nahtschatten nähen'.

 

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