MAGICAL GIRL - How to Made myCostumes #01

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Schnittmuster Anleitung: Das MAGICAL GIRL ist eine absolute COSPLAY Kult-Ikone. Kaum ein anderes Kostüm ist auf Cons so oft zu sehen... - Schnittmuster-Bogen für Body mit typischen Ärmeln und Rockansatz, Matrosenkragen, Schleifen, Tellerrock und Accessoires für Armstulpen und Stiefelschärpe. Ausführliche Nähanleitung. Auszug aus dem Magazin 'How to Make myCostumes #01'.

Bestell-Adresse dieses Schnittmusters: MYCMAG01

Tags: myCostumes, Cosplay, Body, Tellerrock, Matrosenkragen, Schleife


Die "How to Make myCostumes" Magazine

Die Schnittmuster-Bögen aus der Magazin-Reihe "How to Make myCostumes" sind als PASST! Maßschnittmuster erhältlich.

Link zu myCostumes und Bestellmöglichkeit für die Magazine, in dem ihr viele weitere Hinweise und Fotos zur Herstellung dieses Kleidungsstücks und des kompletten Outfits findet wie auch Allgemeines zu Material und Nähtechnik: www.mycostumes.de

Link zu den PASST! Maßschnittmustern von myCostumes: mycostumes.golden-pattern.de

Tipp: Um die genaue Stoffmenge zu ermitteln, erstellt ihr immer zuerst alle Schnittmuster und schneidet sie in eurer Größe zu. Achtet darauf, wie breit euer Stoff liegt, und kauft lieber etwas mehr, falls er bei der ersten Wäsche noch einläuft.


Allgemeine Hinweise zum Schnittmuster

Ausdruck

Maßstabgerechter Ausdruck: Beachten Sie in Ihrem PDF-Viewer die Einstellung TATSÄCHLICHE GRÖSSE und überprüfen Sie die Maße des Testquadrats auf der ersten Schnittmuster-Seite (die Bezeichnung der Einstellung und das Aussehen der Druckmaske kann je nach Programm-Version des PDF-Viewers unterschiedlich sein).

Sie können das Schnittmuster auf jedem handelsüblichen Drucker ausgeben. Farbig ist übersichtlicher, es gehen aber auch S/W-Drucker. Typischerweise verwenden Sie Ihren DIN A4 Drucker zu Hause, es können aber auch größere Formate bis zu DIN A0 oder US-amerikanische Papierformate gewählt werden.

Bei großen Schnittmustern können Sie Papier sparen, in dem Sie nur die gewünschten Seiten ausdrucken, z.B. bei verschiedenen Rocklängen.

Auch die Vorspannseiten (Titelblatt, Schnittübersicht, Anleitung) brauchen Sie nicht unbedingt ausdrucken.

Schnittmuster Vorbereitung

Bitte messen Sie nach dem Ausdruck zuerst das Kontrollquadrat 10x10 cm auf der ersten Schnittmuster-Seite nach. Dies stellt sicher, das Ihr PDF-Viewer die Seiten nicht soch versehentlich verkleinert hat.

Die Schnittmuster-Übersischt zeigt, wie die einzelnen Seiten zusammengeklebt werden. Alle Seiten sind rechts unten entsprechend nummeriert.

Die Seiten passen an der umlaufenden, hellgrau gepunkteten Klebelinie genau zusammen.

Für das Zusammenkleben der Seiten schneiden Sie am besten den rechten und den unteren Rand der Seiten an der Klebelinie ab.

Sie können dies mit der Schere tun; viel schneller und genauer geht es natürlich mit einem Papierschneider - falls Sie öfter nähen, lohnt sich die Anschaffung.

Die Seiten werden jetzt wie auf der Schnittübersicht gezeigt zusammengeklebt; erst die Reihen und dann die einzelnen Reihen untereinander.

Sie können Papierkleber verwenden (dies tut unser Team) oder auch transparentes Klebeband (Tipp vieler KundInnen).

Sie brauchen es nicht zu übertreiben mit der Genauigkeit: Kleinere Versätze beim Kleben sind normal und werden beim Materialzuschnitt und beim Nähen allemal ausgeglichen.

Die einzelnen Schnittmusterteile können jetzt ausgeschnitten werden.

Das Schnittmuster beinhaltet keine Naht- oder Saumzugaben. Bitte zugeben. Dies können Sie je nach Ihrer persönlichen Vorliebe entweder auf dem Stoff beim Zuschnitt tun (so wird es bei den Anleitungs-Fotos gehalten) oder auch bereits am Papierschnitt vor dem Ausschneiden.

Vor dem Zuschnitt

Der Stoffbedarf kann aufgrund der vielen möglichen Größen und der unterschiedlichen Anforderungen der Materialien nicht sinnvoll genannt werden. Bitte legen Sie die fertigen Papierschnittteile am Boden aus wie auf der Stoffbahn und ermitteln so den Stoffbedarf der verschiedenen Materialien.

Das Schnittmuster enthält alle formgebenden Teile mit Beschriftung der erforderlichen Anzahl beim Zuschnitt. Falls auf einzelnen Schnittteilen kein Fadenlauf aufgedruckt ist, verläuft er in Druckrichtung von oben nach unten.

Je nach Material und Ausführungswunsch können zusätzlich Verstärkung, Fütterung, Belege, Verschlüsse, Schrägbänder und Dekoration erforderlich sein.

Viel Spaß beim Selberschneidern!

Selberschneidern erfordert je nach dem erwünschten Stück mehr oder weniger Übung und Erfahrung. Gerade bei neuen Schnittmustern immer empfohlen ist die Erstellung eines Musterstückes aus Billig-Material, um Missverständnisse auszuschliessen und gewünschte Änderungen bereits am Papierschnitt vornehmen zu können.

Aber auch Anfänger werden mit etwas Geduld und einem guten Buch der Grundtechniken oder einem Nähkurs erfolgreich sein.


Die SCHLEIFE

Das braucht Ihr:

Bevor ihr den Stoff zuschneidet, bügelt den Stoff, damit er keine Falten wirft. Achtet darauf, dass beim Zuschneiden die linke Seite oben liegt. Die Schnittteile werden im Bruch zugeschnitten. Legt den Stoff doppelt, sodass die rechte Seite innen liegt. Legt das Schnittmuster mit der gestrichelten Linie direkt an die Falte.

Übertragt das Schnittmuster mit Stoffkreide auf den Stoff. Auf dieser Linie näht ihr später entlang. Achtet also darauf, dass ihr den Schnitt ordentlich aufzeichnet.

Lasst beim Ausschneiden um die Nahtlinie einen Abstand von 1 cm. Ihr braucht diese Nahtzugabe um eure Einzelteile zusammenzunähen.

Damit eure Schleife einen schicken Stand hat, verstärkt ihr sie mit einer Bügeleinlage. Schneidet das Schnittteil T09 (Schleifenkissen) noch einmal aus der Bügeleinlage zu, ebenfalls mit Nahtzugabe. Legt den Stoff mit der Rückseite nach oben und legt die Bügeleinlage darauf. Die Klebeseite (glänzende Seite) liegt unten. Der Stoff muss gerade liegen! Die Bügeleinlage darf etwas kleiner sein als der Stoff, aber nicht umgekehrt, sonst habt ihr nach dem Bügeln den Kleber auf dem Bügelbrett.

Sind alle Teile ausgeschnitten und das Schleifenkissen verstärkt, geht es ans Nähen! Faltet die Teile rechts auf rechts aufeinander. Damit der Stoff sich nicht auffalten kann, steckt die Stoffkanten mit Stecknadeln ab. Die Stoffkanten sollen dabei möglichst genau aufeinander liegen.

Steppt die Schleifenteile an der aufgezeichneten Nahtlinie entlang. Achtet darauf, dass ihr immer auf derselben Linie näht. Lasst mittig der Längsseite ein Stück offen, damit ihr die Stoffteile wenden könnt. Wiederholt das bei allen drei Schleifenteilen.

Sind alle drei Teile der Schleife zusammengenäht, schneidet die Fadenenden ab. Die Ecken schneidet ihr schräg ab.

Wendet die Schleifenteile durch die Öffnungen. In den Ecken könnt ihr mit einem Stäbchen oder Ecken- und Kantenformer nachhelfen. Bügelt den Stoff schön glatt. Dazu drückt die Stoffkanten platt und rollt diese mit den Fingern hin und her, sodass die Naht später in der Kante liegt. Habt ihr vorher keine Bügeleinlage verwendet, könnt ihr das Kissen jetzt mit Tüll oder Schaumstoff füllen.

Schließt die Öffnungen. Hier habt ihr drei Möglichkeiten. Entweder ihr steppt die Außenkante sauber entlang, mit dem Nachteil, dass man eine Naht sieht. Oder ihr schließt die Öffnung mit einem Tropfen Textilkleber.In der klassischen Schneiderei schließt man die Öffnung mit einer handgenähten Naht.

Dazu verknotet ihr zuerst den Faden an der Nahtzugabe. Stecht dann mit der Nadel in die Falte zwischen Nahtzugabe und Oberstoff, sodass der Faden aus der Falte herausschaut. Danach stecht ihr mit der Nadel auf der gegenüberliegenden Seite ein, und führt die Nadel etwa 5 mm in der Falte zwischen Nahtzugabe und Oberstoff entlang. Danach stecht ihr sie wieder auf der gegenüberliegenden Seite ein und macht so weiter, bis ihr das Loch geschlossen habt. Diesen Vorgang nennt man 'Staffieren'. In den letzten beiden Fällen habt ihr keine Naht außen.

Wenn alle Schleifenteile gewendet und die Öffnungen geschlossen sind, setzt ihr die Schleife zusammen. Drückt das Schleifenkissen (T09) in der Mitte zusammen.

Legt das Schleifenband (T11) mittig hinter das Schleifenkissen (T09). Das Mittelband (T10) legt ihr um die Mitte der beiden Teile und näht es auf der Rückseite mit der Hand zusammen. Ist das Mittelband zu lang, schneidet es ein Stückchen kürzer. Je kürzer das Band ist, desto mehr wird die Schleife zusammengedrückt.

Die fertige Schleife könnt ihr entweder auf dem Body aufnähen, festkleben oder ihr befestigt sie mit einem Druckknopf oder auch mit einer Sicherheitsnadel.


Der MATROSENKRAGEN

Das braucht Ihr:

Den Matrosenkragen schneidet ihr zweimal im Stoffbruch zu. Faltet den Stoff längs, sodass er doppelt liegt. An der geraden Linie, an der der Stoff aufeinander gefaltet ist, legt ihr das Schnittteil an. Achtet darauf, dass ihr den Schnitt exakt an der Bruchkante anlegt.

Zeichnet mit Schneiderkreide den Umriss des Matrosenkragens nach. Diese aufgezeichnete Linie dient euch später als Nahtlinie.

Ist der Schnitt eures Kragens zweimal auf den Stoff übertragen, geht es ans Ausschneiden. Denkt auf jeden Fall an die 1 cm Nahtzugabe!

Bevor ihr die beiden Kragen zusammen näht, müssen die Verzierungen auf dem Kragen angebracht werden. Markiert mit einem Kreide- oder selbstlöschenden Stift die Linie, wo der oder die Streifen sitzen sollen. Achtet auf einen gleichbleibenden Abstand von ca. 1 cm oder 2 cm zur Nahtlinie.

Ihr könnt dazu Schrägband oder Satinband benutzen. Schrägband legt sich durch seinen schrägen Fadenlauf besser in die Kurven als Satinband. Steckt das Schrägband oder Satinband auf der eingezeichneten Linie fest. In den Ecken müsst ihr darauf achten, dass die Streifen ein hübsches Dreieck bilden.

Näht die Streifen an beiden Kanten mit einem Geradstich ganz knapp an der Kante fest.

Sind die Streifen sauber aufgenäht, wird der verzierte Kragen mit dem unteren Kragen vernäht. Legt beide Kragen rechts auf rechts aufeinander und steckt sie fest.

Näht beide Teile zusammen und achtet darauf, dass ihr genau auf eurer Nahtlinie entlang näht, sonst liegen eure Zierstreifen nicht genau parallel zur Kante. Vergesst nicht an der inneren Rundung des Kragens ein Stück offen zu lassen, damit ihr ihn umdrehen könnt.

Bevor ihr den Kragen umdreht, müssen die zwei Ecken eingeschnitten werden. Bei den Rundungen müsst ihr kleine Dreiecke aus der Nahtzugabe schneiden, damit der Kragen sich nicht verzieht und schön glatt liegt.

Dreht den Kragen um und drückt die Ränder platt. Damit die Nähte genau in den Kanten des Kragens liegen, könnt ihr sie zwischen den Fingern leicht hin und her rollen. Oder ihr verwendet zum Ausformen der Ecken und Kanten den Ecken- und Kantenformer. Bügelt anschließend den Kragen flach.

Den Kragen könnt ihr entweder an dem Body festnähen, oder ihr näht die Spitzen des Kragens zusammen, legt ihn über die Schultern und befestigt ihn mit einem Druckknopf am V-Ausschnitt.


Der BODY

Das braucht Ihr:

Bügelt den Stoff vor dem Zuschnitt, damit er schön glatt liegt. Beachtet dabei die für den Stoff zugelassene Bügeltemperatur. Die Schnittmusterteile T01, T02, T03 und T04 werden im Stoffbruch zugeschnitten. Faltet den Stoff so zusammen, dass die rechte Seite innen liegt.

Die Ärmel T05 und der Hüftgürtel T08 werden nicht im Stoffbruch zugeschnitten. Von den Ärmeln braucht ihr vier Exemplare und von dem Hüftgürtel zwei. Schneidet T05 und T08 auch gleich zu.

Steckt das Schnittmuster mit Stecknadeln auf dem Stoff fest, damit er nicht verrutscht. Achtet beim Aufstecken der Schnittteile darauf, dass diese parallel zu den Längskanten (Webkanten) des Stoffes verlaufen. So wird gewährleistet, dass euer fertiges Kleidungsstück in Querrichtung dehnbar ist. Zeichnet mit Schneiderkreide den Umriss des Schnittmusters nach. Diese Linie dient euch wieder als Nahtlinie.

Wenn ihr T01 und T02 übereinander legt, erkennt ihr, das diese beiden Teile den vorderen Body bilden. Der obere Teil ist bewusst breiter gestaltet als das Unterteil. Das Oberteil soll nämlich auf die Unterteilweite eingehalten werden, um eine gleichmäßige Materialdehnung im Brust- und Unterbrustbereich zu gewährleisten. Heißt also, das Oberteil wird, ähnlich wie beim Rüschen, mit zwei Nähten versehen und soweit gleichmäßig zusammengeschoben, dass es auf die Weite bzw. Länge des Unterteils (T02) passt. So habt ihr eine bessere Passform, auch bei nicht ganz so elastischem Material.

Ist das Oberteil zusammengeschoben, sollte es nun auf das Unterteil passen und wird mit diesem abgesteckt. T01 und T02 müssen mit der rechten Seite aufeinander liegen. Legt T01 wie im Bild gezeigt auf T02 und steckt beide Teile mit Stecknadeln ab. Damit ihr gleichmäßig arbeitet, beginnt am besten in der Mitte. Arbeitet auch hier gründlich! Stretchstoff rollt sich auch beim Verarbeiten zusammen. Fixiert die Stofflagen vor dem Nähen gründlich mit Stecknadeln. Verfahrt so auch mit dem oberen und unteren Rückenteil (T03 und T04). Die Rückenteile müssen nicht eingehalten werden, sondern können ganz normal absteckt werden.

Jetzt beginnt die eigentliche Näharbeit. Stretchstoffe sollte man nicht mit einer normalen Nadel nähen, sondern mit Jerseynadeln oder Stretchnadeln. Diese Nadeln sind an der Spitze abgerundet. Damit gleitet die Spitze an den elastischen Fäden vorbei. Eine normale Spitze würde durch die Elastikfäden stechen, was nicht immer gelingt und dann zu Schlaufenbildung oder ausgelassenen Stichen führen kann. Um Stretchstoffe miteinander zu vernähen, darf kein normaler Geradstich verwendet werden, da dieser nicht elastisch ist und nach einiger Zeit reißen wird. Stellt eure Nähmaschine also auf einen elastischen Stich ein. Die meisten Nähmaschinen haben solch einen Stich. Schaut einfach mal in die Anleitung der Nähmaschine! Der Elastikstich ist fester als der normale Geradstich und geht beim Nähen immer vor- und zurück. Wenn kein elastischer Stich vorhanden ist, könnt ihr auch mit einem normalen schmalen Zickzackstich nähen. Näht dann vorsichtshalber zweimal über die Naht.

Vernäht die oberen und unteren Teile der Vorder- und Rückseite des Bodys. Beim Nähen von Stretchstoffen ist das Wichtigste, dass ihr die Nähmaschine den Stoff führen lasst und möglichst wenig Zug ausübt, sonst wellt sich der Stoff nachher.

Sind alle Teile vernäht, habt ihr nun eine Vorder- und eine Rückseite vom Body. Legt Vorder- und Rückenteil rechts auf rechts aufeinander. Steckt sie an den Seiten zusammen. Achtet dabei darauf, dass die vordere Brustnaht auf die Rückennaht passt. Steckt auch die Schulternähte zusammen. Schließt die Nähte an den Seiten und Schultern mit einem Elastikstich.

Stretchstoffe haben den Vorteil, dass sie nicht ausfransen. Theoretisch müsstet ihr also den V-Ausschnitt und Beinausschnitt beim Body nicht versäumen. Da es allerdings nicht hübsch aussieht, versäumt ihr den Body. Dreht den Body auf links, klappt die Nahtzugabe ein und steckt sie mit Stecknadeln fest. Am Ausschnitt schneidet ihr die Spitze des V ein Stückchen ein und schlagt ebenfalls die Nahtzugabe ein und steckt diese fest.

Näht die Nahtzugabe mit einem Zickzackstich im Elastikmodus fest. Schlagt die Nahtzugabe am Schritt auch ein, steckt sie fest und steppt diese ebenfalls mit einem Zickzackstich im Elastikmodus fest.

Um den Body zu schließen, verseht den Schritt mit drei Druckknöpfen. Wenn ihr Druckknöpfe zum Nieten benutzt, solltet ihr erst eine Einlage auf die Stelle bügeln, damit die Knöpfe später nicht ausreißen.

Kommen wir zu den Ärmeln am Body. Die Ärmel werden doppelt genäht. Nehmt also zwei Zuschnitte des Ärmels (T05), legt sie mit der rechten Seite aufeinander und steckt sie an der Nahtlinie fest. Wiederholt das mit dem anderen Ärmel.

Steppt auf der Nahtlinie mit einem geraden Elastikstich entlang. Lasst an der gerade Seite in der Mitte ein Stück von ca. 5 cm offen.

Schneidet die spitzen Enden des Ärmels bis kurz vor der Naht ein. An den Rundungen schneidet ihr kleine Dreiecke aus der Nahtzugabe. Wendet nun die Ärmel durch die Öffnung. Für die Ecken könnt ihr einen Kochlöffel oder ein Holzstäbchen zu Hilfe nehmen. Stopft die Ärmel mit Füllwatte aus. Achtet darauf, dass ihr nicht zu viel Füllwatte nehmt. Sonst sind die Ärmel zu wuchtig.

Verteilt die Watte gleichmäßig und drückt die Ärmel ein wenig platt. Damit die Ärmel so aussehen wie in unserer Vorlage, müsst ihr sie in drei Kammern teilen. Näht zwei Nähte im gleichmäßigen Abstand durch Stoff und Watte. Damit ihr wisst, wo ihr lang nähen müsst, markiert ihr die Linien mit Stecknadeln. Oder ihr zeichnet den Ärmelschnitt mit Nähten auf Seidenpapier auf und steckt das auf den gepolsterten Ärmel fest.

Steppt die beiden Ziernähte mit einem normalen Geradstich entlang. Habt ihr die Methode mit dem Seidenpapier gewählt, könnt ihr einfach vorsichtig darüber nähen! Das Papier könnt ihr anschließend vorsichtig abreißen, ohne dass ihr Schlaufen zieht.

Um die Ärmel am Body einzusetzen, braucht man etwas Geduld. Dreht den Body auf rechts. Steckt einen Ärmel mit der geraden Kante am Armloch entlang fest. Beginnt dazu an der Seitennaht und arbeitet euch über die Armkugel bis ans andere Ende.

Näht den Ärmel mit einem Elastikstich ein und wiederholt die Prozedur bei dem anderen Ärmel. Ist dies geschafft ist euer Body fertig!


Der ROCK

Das braucht Ihr:

Faltet den Baumwollstoff längs zusammen, sodass er doppelt liegt. Legt das Schnittmuster für den Tellerrock (T09) direkt an den Stoffbruch und fixiert den Papierschnitt mit Stecknadeln am Stoff. Übertragt den Schnitt mit der Schneiderkreide auf den Stoff und schneidet den Rock zweimal zu. An den Seiten lasst ihr ca. 1 cm Nahtzugabe, an der unteren Kante ca. 3 cm für den Rocksaum.

Steckt die Rockhälften aufeinander und schließt die Seitennähte. Lasst auf einer Seite oben eine Öffnung von ca. 15 cm für den Reißverschluss.

Bügelt die Nahtzugaben auseinander und versäubert die Kanten mit einem Zickzackstich.

Der Rock ist euch natürlich noch zu weit. Damit er schön fällt und wie in der Vorlage leichte Wellen schlägt, müsst ihr den Rock mit zwei Nähten einreihen. Stellt an eurer Nähmaschine einen sehr langen Geradstich ein (Stichlänge 4 bis 5) und näht im Abstand von ca. 1 cm zur Kante entlang. Näht mit derselben Stichlänge ca. 1 cm neben der ersten Naht entlang und schneidet die Fäden lang ab. Sichert diese Nähte vorne und hinten nicht! Verknotet die Fadenenden beider Oberfäden miteinander. Das Gleiche macht ihr auch mit den Unterfäden. Zieht auf einer Seite leicht an den Fäden und kräuselt den Rock damit gleichmäßig!

Als nächstes setzt ihr einen beidseitig eingenähten Reißverschluss ein. Näht den Reißverschluss fest. Beginnt am oberen Ende und steppt so dicht wie möglich an der Kante entlang.

Um den Rock in das Hüftband einzufassen, müsst ihr zuerst die beiden Hüftbänder (T08), die ihr schon im Body-Teil zugeschnitten habt, aneinander nähen. Legt dazu beide Teile mit der rechten Seite aufeinander, sodass die beiden Spitzen genau aufeinander liegen. Steckt sie fest und näht mit einem elastischen Geradstich fest.

Dreht das Hüftband auf rechts und faltet es der Länge nach in der Mitte, sodass die Naht innen liegt. Dadurch halbiert sich der Schnitt und dort, wo die Naht sitzt, ergibt sich eine Spitze, wie unser Magical Girl sie vorn am Rock auch hat.

Schlagt die Kante nach innen um und steckt sie fest. Bügelt vorsichtig die Kante.

Fasst den Rock in das Hüftband ein. Legt das Hüftband um die obere Rockkante und steckt es sauber fest. Beginnt am besten von der Mitte aus, damit es gleichmäßig wird.

Näht das Hüftband am Rock fest. Steppt dazu ganz dicht an der Kante des Hüftbandes entlang.

Ist das Hüftband festgenäht, füllt ihr das Hüftband mit Füllwatte. Nehmt dazu, wie bei den Ärmeln, wieder ein Stäbchen zu Hilfe.

Versäumt die Enden des Hüftbands und verseht diese mit Haken oder Ösen um den Rock zu verschließen.

Crinolborte (oder auch Versteifungsband) ist ein schräg gewobenes Formband und ist sehr flexibel und formbar. Wir verwenden Crinolborte um dem Rock den richtigen Schwung zu verleihen.

Dreht den Rock auf die rechte Seite. Steckt an der Kante auf der rechten Seite die Crinolborte fest.

Näht die Crinolborte im Abstand von ca. 5 mm vom Saum fest. Schlagt die angenähte Borte nach links um.

Dadurch ergibt sich ganz automatisch ein gleichmäßiger, bereits versäuberter Saum. Fixiert den Saum mit Stecknadeln. Näht den Saum mit einem Geradstich knapp über der Kante fest.

 

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